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Champions-League-Powerranking: Endlich beginnt die K.-o.-Runde!

Champions-League-Powerranking: Endlich beginnt die K.-o.-Runde! 13. Februar 20171 Comment

Ressortleiter Sport

Morgen hat das lange Warten endlich ein Ende: Die UEFA Champions League erwacht aus dem Winterschlaf und kehrt mit mehreren Leckerbissen der Extraklasse zurück. Bis zum Finale am 3. Juni in Cardiff begleitet euch kultort.at jede Runde mit Prognosen, wer die heißesten Kandidaten auf den weltweit wichtigsten Titel im Klubfußball sind. In unserem Champions-League-Powerranking werden neben aktueller Form und Erfahrung der Mannschaften auch Faktoren wie die Schwierigkeit des Loses berücksichtigt — eine bloße Reihung nach Stärke der Teams täte also etwas anders aussehen.

1. Real Madrid

Seitdem Olympique Marseille 1993 zum ersten Sieger der Champions League gekrönt wurde, ist es keiner Mannschaft gelungen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Das Zeug dazu hätten schon Einige gehabt, allen voran die dominanteste Mannschaft des 21. Jahrhunderts, der FC Barcelona. Aber ausgerechnet der große Rivale der “Blaugrana” hat heuer die Chance, dieses Kunststück als erstes zu vollbringen.

Real Madrid hat sowohl das notwendige Spielermaterial als auch den richtigen Trainer. Und selbst, wenn das neue Jahr für die “Königlichen” noch nicht ganz nach Wunsch verläuft, spielen sie in dieser Saison unter dem Strich in überragender Form. Doch Zinédine Zidane hat es bisher noch nicht geschafft, Druck von Cristiano Ronaldo zu nehmen — immer noch hängt zu viel vom portugiesischen Europameister ab.

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Das Problem ist nicht das Fehlen eines Mittelstürmers von Weltklasseformat — der oft kritisierte Karim Benzema bewältigt seine Aufgabe seit Jahren bravourös und Álvaro Morata ist eine Alternative, die sich bei kaum einer anderen europäischen Mannschaft mit einem Platz auf der Bank begnügen müsste. Das Problem ist ein fehlender Plan B bei Verletzungen oder mangelnder Leistung von “CR7”, die angesichts dessen steigenden Alters völlig normal sind und in Zukunft wohl immer häufiger vorkommen wird.

In den nächsten Jahren wird sich Real Madrid also auf einen Umbruch einstellen müssen, doch heuer ist ihnen der ganz große Coup noch einmal zuzutrauen. Allerdings nur, wenn ihr Superstar seine Leistung abrufen kann.

2. FC Barcelona

Das “MSN” ist eines der stärksten Offensivtrios aller Zeiten. Das steht außer Frage. Namen wie Zlatan Ibrahimovic und Thierry Henry sind daran gescheitert, sich hinter dem “M” (Lionel Messi) einzureihen. Mit dem “S” (Luis Suárez) hat man es aber nun endlich geschafft, einen Mittelstürmer zu finden, der perfekt ins System passt.

Zum einen liegt das an der Anpassungsfähigkeit des vielleicht besten 9ers der Welt, zum anderen ist Messi aber auch reifer geworden. Während der argentinische Floh jahrelang der Alleinherrscher bei “Barca” war, scheint es jetzt so, als gönne er dem “S” und dem “N” (Neymar) ihren Anteil am Erfolg der Mannschaft.

Während vorne alles rund läuft, ist es dem FC Barcelona allerdings immer noch nicht gelungen, sein Defensivproblem aus der Welt zu schaffen. Die Lücke, die Carles Puyol seit 2014 hinterlassen hat, konnte bis heute nicht vollständig gefüllt werden. “Barca” hat keineswegs die schlechtesten Abwehrspieler der verbleibenden 16 Mannschaften, doch im Vergleich zu anderen Top-Teams fehlt es ihnen an Kaderdichte und Qualität. Die individuelle Klasse der Angreifer kann diese Schwäche allerdings meist kaschieren und deshalb zählen die Katalanen auch heuer wieder zu den ganz heißen Tipps auf den Titel.

3. FC Bayern München

Die Münchner spielen seit mehreren Saisonen überragenden Fußball und haben es in den letzten vier Spielzeiten immer geschafft, die starke heimische Liga für sich zu entscheiden. Was dem Team rund um Austro-Ikone David Alaba im Vergleich zu den beiden spanischen Hauptkonkurrenten fehlt, ist der absolute Superstar. Die Mannschaft ist mit Weltklassespielern bespickt, jedoch fehlt der eine schillernde Name.

Vielleicht aber ist genau das der Vorteil der Münchner, denn abgesehen von Manuel Neuer ist kaum einer der Stammspieler unersetzbar. Diese beeindruckende Kaderbreite könnte heuer der große Trumpf des deutschen Serienmeisters werden.

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Für den 24-jährigen Alaba wäre es bereits der zweite Titel in der Königsklasse. Doch bis Cardiff wartet noch ein langer, steiniger Weg und mit dem Lieblingsgegner aus Nordlondon eine erste Herausforderung, die auch heuer nicht unterschätzt werden sollte.

4. Juventus Turin

Die alte Dame spielt in Italien seit Jahren außer Konkurrenz, international ist Paulo Dybala und Co. wieder das Semifinale zuzutrauen. Alles danach wäre eine Draufgabe.

5. Atlético Madrid

Die beiden Finalniederlagen unterstreichen, dass die Rangordnung in der spanischen Hauptstadt sehr wohl noch besteht. Diego Simeones Mannschaft ist stark und schafft gegen Leverkusen den Aufstieg, ein Finaleinzug ist heuer aber unwahrscheinlich.

6. Manchester City

In der Champions League konnten die “Citizens” letztes Jahr den Sprung in die letzten Vier schaffen. Der Sieg gegen Monaco ist möglich, der Titel wäre aber eine riesige Überraschung.

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7. AS Monaco

Das letzte Mal, als die Monegassen in so guter Form waren, konnten sie bis ins Finale vorstoßen. Der treffsichersten Offensive Europas ist eine Überraschung heuer durchaus wieder zuzutrauen.

8. Arsenal London

Großer Jubel bei den “Gunners”: Endlich ist der Gruppensieg geschafft. Trotzdem heißt der Gegner wieder einmal Bayern München. Wenn die Sensation gelingt, ist alles möglich — doch soweit wird es vermutlich nicht kommen.

9. Paris Saint-Germain

In den letzten vier Auflagen haben die Pariser jeweils das Viertelfinale erreicht. In derzeitiger Form scheint ein Weiterkommen gegen Messi und Co. aber sehr unwahrscheinlich.

10. FC Sevilla

Viele haben nach den Abgängen des Erfolgstrainers Unai Emery und einigen Leistungsträgern mit einem Einbruch gerechnet. In der Liga ist man aber trotzdem auf dem beachtlichen dritten Platz und in der Champions League zog man mit Leicester ein machbares Los.

11. Borussia Dortmund

Die Ruhrpotter sind nie abzuschreiben, auch wenn sie heuer nicht zum engeren Favoritenkreis zählen. Benfica ist schlagbar, danach sollte aber Schluss sein.

12. Benfica Lissabon

Mit dem FC Porto rittert man um den Meistertitel, in der Königsklasse ist die erreichte K.-o.-Phase bereits ein Erfolg. Ein Weiterkommen gegen einen durchschnittlichen BVB ist aber realistisch.

13. FC Porto

Ähnliche Situation wie die Landsmänner aus Lissabon. Nur der Gegner ist stärker und das Achtelfinale wohl der letzte Stopp auf der internationalen Reise des Triumphators von 2004.

14. SSC Napoli

Die Neapolitaner spielen keine schlechte Saison und haben in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass sie ein unangenehmer Gegner sein können. Gegen den Titelverteidiger wäre aber alles außer ein Ausscheiden eine faustdicke Überraschung.

15. Leicester City

In der Liga pfui, in der Champions League hui. Die tollen internationalen Leistungen des englischen Überraschungsmeisters sind aber auch den mittelmäßigen Gegnern zu verdanken. Gegen die starken Andalusier wird ein Weiterkommen allerdings sehr, sehr schwierig.

16. Bayer Leverkusen

Bei den schlechten Leistungen in der Liga kam der Aufstieg in der Champions League recht überraschend. Gegen Atlético sollte für Dragovic, Baumgartlinger und Özcan aber nichts zu holen sein.

[Foto: Jan SOLO/Flickr/CC BY-SA 2.0/Illustration von kultort.at]

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