Fußballer und ihre Tattoos: Das Statussymbol unter der Haut

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Mittlerweile ist es ja beinahe ungewöhnlich, von einem Fußballer zu erfahren, der keine Tattoos trägt. Körperverzierungen gehören zum Erscheinungsbild der Spieler einfach dazu. Tinte unter der Haut hat sich unter den Profisportlern von einer Art Kult zur Selbstverständlichkeit entwickelt, die kaum noch Erstaunen auslöst.

Ein tätowierter Unterarm — zu Toni-Polster-Zeiten noch unvorstellbar — ist heute zur Normalität geworden. Das fordert den fußballspielenden Tattoo-Freund natürlich heraus, sich neue, kreative Bemalungen auszudenken, die im Einklang mit der eigenen Repräsentation stehen.

Es scheint im Leben eines Fußballers einen Punkt zu geben, an dem die Hemmung sich tätowieren zu lassen verschwindet und es sogar als erforderlich erachtet wird, die eigene Persönlichkeit mit individuellem Körperschmuck zu untermauern. Vorstellbar ist natürlich auch, dass viele der Spieler von Natur aus der Tätowierung als Kunstform zugeneigt sind und sich der Wille zur Fußballerkarriere erst als Folge daraus entwickelt.

In beiden Fällen lässt sich jedoch feststellen, das Argument gegen Tätowierungen, es sei im Berufsleben hinderlich und wirke unseriös, greift in Bezug auf das Profifußballer-Geschäft nicht mehr, spätestens seit auch der Durchschnittsspieler mit Millionengehältern gefüttert wird. Daher sind Tattoos, die am Rasen hergezeigt werden, auch immer als Statussymbol zu verstehen und, so hört man oft,  Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.

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Und so ergibt sich eine Vielzahl kurioser Sprüche, Symbole und Kombinationen aus beidem. Eine kleine Auswahl präsentieren wir hier:

Daniel Agger gilt in Fußballkreisen als der König der Tätowierungen. Auf Social Media stellt der ehemalige Innenverteidiger vom FC Liverpool sein Hobby ausgiebig vor:

Der Dortmunder Marco Reus sieht das mit den Tattoos ganz pragmatisch. Um nie in Verlegenheit zu geraten, hat er sich seinen Vornamen und sein Geburtsdatum (31.05.1989) auf den linken Unterarm stechen lassen. Sehr praktisch, wenn man mal wieder die persönlichen Daten vergessen hat.

Auch der fünffache Weltfußballer, Lionel Messi, ist langsam auf den Geschmack gekommen. Seinen rechten Arm zieren unter anderem Blumen und ein Jesus-Portrait.

Un día más

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Das Flügelmuster am linken Unterschenkel schien ihm dann aber nicht mehr zu gefallen, weshalb er es kurzerhand mit einem schwarzen “Cover-Up-Tattoo” übermalen lies. Ein Fußball, seine Nummer 10 und die Hände seines erstgeborenen Sohnes Thiago sind allerdings erhalten geblieben.

Stürmer-Star Zlatan Ibrahimović möchte mit seinem tätowierten Oberkörper ein besonderes Anliegen vorbringen. Der Ex-Pariser unterstützt das World Food Programm der Vereinten Nationen und machte mit dem Projekt “805 Million Names” auf die vielen Menschen aufmerksam, die vom Hungertod bedroht sind. Neben den vielen echten Tattoos, die seinen Körper zieren, ließ er sich dafür etliche Vornamen aufmalen. Natürlich eine super Sache, doch der Verdacht, dass der stolze Schwede mit dem großen Ego damit auch seine eigene Marke bewirbt, bleibt.

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Auf dem Platz ist Daniele DeRossi vor allem als Mittelfeld-Stratege und gelegentlich als Hitzkopf bekannt. Doch auch wenn es um Tattoos geht, sticht der Mann vom AS Rom besonders hervor. Bei der Auswahl der Symbole beweist er mitunter Kreativität. Auf dem Arm trägt er ein Teletubby-Tattoo…

…und sein Wadentattoo ist wohl als “Warnung” für die Gegenspieler zu verstehen.

Auch Österreichs liebster “Skandal-Kicker”, Marko Arnautović, hat seinen Körper reichlich bemalt. Unter anderem steht in kyrillischen Buchstaben “Bog da me cuva” (“Gott beschütze mich”) auf dem Unterarm. Der gebürtige Floridsdorfer ist serbisch-orthodoxer Christ.

Das Abwehr-Duo von Real Madrid um Marcelo (links) und Sergio Ramos (rechts) hat nicht nur jede Menge Defensiv-Power zu bieten, sonder auch einiges an Tinte, zumindest an den Armen.

Beim Spanier Ramos kommt ein ausgiebiger Rückenschmuck hinzu, der — das weiß die/der aufmerksame BeobachterIn — fast monatlich erweitert wird.

Radja Nainggolan weiß wohl selbst gar nicht so recht, welches seiner Tattoos das auffälligste sein soll. Der Belgier ist im wahrsten Sinne des Wortes von Kopf bis Fuß tätowiert. Besonders ins Auge sticht natürlich die Rose, die sich über seinen Hals erstreckt.

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