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Wir waren am Rock im Dorf Festival — und es war wunderbar

Wir haben uns mit ein paar Besuchern des Rock im Dorf Festivals unterhalten und sie gefragt, warum es sie zu diesem kleinen Festival gezogen hat

Wir waren am Rock im Dorf Festival — und es war wunderbar 19. Juli 20171 Comment

stv. Ressortleiterin Gesellschaft & Politik

Auch heuer war das Rock im Dorf für alle Festival-Fans ein wahres Highlight. Trotz regnerischem Wetter am Freitag wurde zu allen Acts getanzt – dazu gehörten unter anderem Crack Ignaz, Farewell Dear Ghost, Mavi Phoenix und Motsa.

Am Samstag war der Wettergott von der guten Musik gnädig gestimmt und schenkte dem Festivalgelände Sonnenschein und wärmere Temperaturen. Die sehr motivierte Stimmung nützten dann die weiteren Acts, unter ihnen Leyya, Der Nino aus Wien, Granada, Texta und einige mehr, um das Publikum zu begeistern.

Am Freitag haben wir die Acts genossen und unter anderem ein kurzes Tratscherl mit Crack Ignaz unternommen. Zu all unseren Festival-Bildern kommt ihr hier:


MEHR: Fotos: Das war das Rock im Dorf Festival 2017


Am Samstag haben wir uns dann durch den Campingplatz geschlichen, um Menschen zum Rock im Dorf Festival zu befragen, was den CamperInnen schon Lustiges passiert ist, welche Prioritäten sie sich gesetzt haben und warum es sie ins Kremstal gezogen hat.

Johannes, 25

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Ich bin heuer das erste Mal am Rock im Dorf und finde es bis jetzt sehr gut. Wirklich cool finde ich daran, dass es klein ist, wirklich winzig – einfach ein Gegensatz zu einem großen Festival, hier kennt sich jeder. Man kann alles zu Fuß in fünf Minuten erreichen. Die Bands und Bühnen sind trotzdem nicht klein und haben eine relativ große Fläche, wo man sich die Acts auch gut ansehen kann. Das Wetter gestern war scheiße, wird aber heute deutlich besser. Auch der Caravanplatz ist etwas weit weg, aber ist ja auch nicht immer leicht zu organisieren, dass der so nahe ist. Ich finde es auch wirklich cool, dass es so aufgezogen ist wie ein großes Festival, mit dem Eingangsbereich, dem Zeltplatz und den Bars im Kernbereich. Und die Halle [in der sich die Crew Love Stage befindet] ist echt lässig für Schlechtwetter.


MEHR: Rock im Dorf & Co: Der große Charme der kleinen Festivals


Mein Hauptgrund, warum ich hier bin, ist eine Studienkollegin, die in der Nähe wohnt. Aber ich hab das Festival schon vorher gekannt und es waren schon viele Freunde von mir in den letzten Jahren da. Das Rock im Dorf ist bekannt bis zu uns rauf ins Mühlviertel. Farewell Dear Ghost war bis jetzt der beste Act, die habe ich echt cool gefunden – vom Aussehen bis hin zur Bühnenshow.

Julia, 20

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Ich bin am Rock im Dorf mit meinen Studienkollegen, weil wir heute gemeinsam einen schönen Tag verbringen wollen. Wir haben ein bisschen was zu feiern, weil wir das erste Jahr in Medizin fertig haben – großer Feiergrund, immerhin sind wir schon 1/6 Arzt. Wir sind alle hier in der Gruppe Oberösterreicher, aber nicht vom gleichen Ort. Von Linz bis zum Mühlviertel rauf!

Wir sind da, weil eine gute Freundin von uns hier arbeitet, deswegen haben wir auch ein fünftes “Sesserl” mitgenommen. Es gefällt uns, dass das Festival im kleinen Rahmen gehalten wird. Nach der Prüfung waren wir alle gut drauf und haben gesagt: “Mach ma das zur Ferieneinstimmung!” Und außerdem ist es eine schöne Gegend mit den Bergen und den Seen, da lässt sich morgen noch die ein oder andere Wanderung unternehmen. Den Regen gestern haben wir uns nicht gegeben und sind eben heute erst gekommen – für Granada hauptsächlich.

Markus, 33

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Ich finde das Rock im Dorf voll lieb. Genauso wie die Noni, eine Freundin, die schon öfter hier war. Für mich ist es halt das erste Mal und es ist mir quasi von ihr empfohlen worden. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht mit dem Ziel hergefahren bin, dass ich mir eine bestimmte Band anschaue. [lacht] Also wir sind zum Feiern hier und darauf aus, uns zwei gemütliche Tage zu machen. Und aus dem Innviertel ist es auch nicht weit hierher. Die Dekoration ist mir noch nicht wirklich aufgefallen, soll aber sehr schön sein. Jedenfalls ist es voll cool hier und mal schauen, ob es sich nächstes Jahr auch ausgeht.

Vor dem Festival ist noch etwas Lustiges passiert. Wir haben Mineralwasser gekauft und die Flaschen waren zu einer Pyramide aufgestapelt. Ich hab die oberste Flasche runter genommen und dann ist der ganze Turm umgefallen.

Katrin, Hannah und Maren, alle 18

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Das Rock im Dorf ist immer so cool, auch wenn das Wetter gestern nicht so gepasst hat. Es war trotzdem voll die gute Stimmung! Von der Größe her genau richtig und die Bands sind alle super. Es ist halt wirklich angenehm familiär — man kennt einfach fast jeden [wenn man aus der Umgebung stammt]. Am meisten haben wir uns gestern auf Crack Ignaz gefreut, er hätte aber doch ein wenig besser sein können. Heute freuen wir uns auf Granada.

Die Dekoration ist einfach voll lieb – die Chill Out Area ist der Wahnsinn! Und der Eingang mit der dekorierten Brücke auch. Außerdem gibt es eine richtige Schaukel, die muss man gesehen haben. Der Klo-Wagen und alles andere ist auch recht sauber — das haben sie echt gut gemacht.

Es gibt kein Festival, was man mit dem Rock im Dorf vergleichen könnte! Es ist einfach so lokal, aber es kommen auch Leute von weiter weg her. Wir kennen auch welche aus Niederösterreich und zwei aus Berlin, die extra angereist sind. Und es gibt echt ein paar schräge Leute — die ganzen Verkleideten wie zum Beispiel “Andreas der Mönch”. Der hat einfach ein Loch gegraben und dann so eine Art “Workbench” gebaut, aber die ist jetzt leider kaputt. Und ein Planschbecken haben wir auch, aber das liegt hier etwas enttäuschend herum. Wir freuen uns auch schon so auf nächstes Jahr, der einzige Verbesserungsvorschlag: Das Wetter.

Manfred, 24

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Ich bin hier, weil das Festival voll geil ist und ich ein Hot Dog bin. Vor vier Jahren war ich schon einmal am Festival und seitdem fahren wir jedes Jahr hierher. Beim ersten Mal am Rock im Dorf gibt es eine witzige Geschichte. Ich und ein Spezi von mir sind um 21:00 Uhr nicht mehr reingekommen. Der Grund war, dass der Security damals meinte, dass wir zu betrunken wären. Wir sind dann zurück zum Caravan-Platz schlafen gegangen und um 4:00 Uhr wieder aufgestanden, um Bier zu trinken.

Den Nino aus Wien will ich mir heute unbedingt anschauen. Es kommen ja jedes Jahr gute Bands her, manchmal mehr, manchmal weniger. Wanda, Krautschädl — hat mir die letzten Jahre alles wahnsinnig gefallen. Voodoo Jürgens wäre zusätzlich noch geil gewesen im Line-up, so als Verbesserungsvorschlag.

Lisa auf Twitter: @lugerblis

[Fotos: © Lisa Lugerbauer]

stv. Ressortleiterin Gesellschaft & Politik

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