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NFL, Woche 3: Ein starkes Zeichen gegen Donald Trump

Die größten Gewinner und Verlierer des dritten Spieltages in der National Football League

NFL, Woche 3: Ein starkes Zeichen gegen Donald Trump 26. September 20171 Comment

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Von athletischen Höchstleistungen über atemberaubende Finishs bis zu höchst amüsanten Touchdown-Celebrations — die National Football League (NFL) ist die wahrscheinlich faszinierendste Sportliga der gesamten Welt. Damit ihr keinen der wichtigsten und kuriosesten Momente der Sonntagsspiele verpasst, bringt euch kultort.at wöchentlich die größten Gewinner und Verlierer.

Gewinner: Die NFL

Viel wurde berichtet über Donald Trumps idiotischen Aussagen und Tweets der letzten Tage. Seine Grundaussage: Jeder, der mit einem Knie-Fall während der Nationalhymne ein politisches Zeichen setzen möchte, sei ein “son of a bitch” und sollte gefeuert werden.

Mit Spannung wurde also erwartet, wie die NFL auf diesen Bullshit reagieren würde. Die Antwort war klar und deutlich: Die Teams und vor allem die Spieler werden sich von Trump nicht tyrannisieren lassen. Spieler, Trainer und sogar die (meist republikanischen) Team-Besitzer standen während “The Star-Spangled Banner” Arm in Arm. Wer kniete, der kniete. Manche Teams blieben bei der Hymne sogar geschlossen in den Spielerkabinen.

Genau das richtige Zeichen der National Football League. Hoffentlich lässt Trump ab sofort die Sportwelt in Ruhe und konzentriert sich wieder auf seine eigentliche Aufgabe — und zwar der furchtbarste US-Präsident aller Zeiten zu sein.

Verlierer (aber gleichzeitig Gewinner): Detroit Lions

Den Detroit Lions fehlten nur Zentimeter, um mit einem Game-Winner gegen die Atlanta Falcons ihr drittes Spiel in Folge zu gewinnen.

Der Touchdown-Call wurde von den Referees allerdings geändert und automatisch zehn Sekunden von der Uhr abgezogen. Ende. Sieg für Atlanta. Ein wahrer Herzensbrecher für die Lions.

Trotzdem ist Detroit einer der größten Gewinner dieser Woche. Nach drei Spieltagen hat die von Jim Caldwell gecoachte Mannschaft einen Record von 2-1. Mit dieser starken Leistung gegen den amtierenden Fast-Superbowl-Champion konnte man bestätigen, dass die Lions einer der Geheimfavoriten auf einen tiefen Playoff-Run sind. Quarterback Matthew Stafford spielt so gut wie selten zuvor, und in den letzten Wochen zeigte die Defense, dass großes Potenzial in ihr steckt. Lions-Fans können sich auf eine spannende Saison freuen.

Gewinner: Case Keenum

Normalerweise gehört Keenum in eine Schublade mit unterdurchschnittlichen Spielmachern wie Brock Osweiler, Mark Sanchez oder Ryan Fitzpatrick. Gegen die Tampa Bay Buccaneers sah der für den verletzten Sam Bradford einspringende Quarterback aber wie das uneheliche Kind von Tom Brady und Peyton Manning aus.

369 Passing Yards, ein Passer Rating von 142,1 und ein überzeugender 31:17-Sieg gegen die von Jameis Winston angeführten Bucs. Gelingt es den Vikings weiterhin, bis zur Rückkehr von Bradford mindestens 50 % der Spiele zu gewinnen, haben sie eine realistische Chance, ihre Heim-Superbowl nicht nur vor den TV-Geräten mitzuverfolgen.

Gewinner (und gleichzeitig Verlierer): Odell Beckham Jr.

Den Saisonauftakt der Giants gegen Dallas musste der Star-Receiver aufgrund einer Knöchelverletzung von der Seitenlinie mitverfolgen und in Woche 2 gegen Detroit wirkte er noch nicht zu hundert Prozent fit. Nun ist unsere Lieblingsdiva aber endlich wieder zurück und macht genau solche Dinge, die ihn zu einem der populärsten Spieler der gesamten NFL gemacht haben:

Aber natürlich macht Beckham auch wieder solche Dinge, die ihn zu einem der am meisten verarschten Spieler der gesamten NFL gemacht haben. Warum, Odell? WARUM?!?

Gewinner: Kareem Hunt

Alle Jahre wieder gibt es einen Rookie, der aus dem Nichts zu einem der besten Spieler auf seiner Position wird. Letztes Jahr war das Cowboys-Quarterback Dak Prescott.


MEHR: Warum die Quarterback-Kontroverse der Dallas Cowboys gar keine sein sollte


Heuer geht dieser “Award” an Runningback Kareem Hunt von den Kansas City Chiefs. Nach drei Spielen hat der erst in der dritten Runde gedraftete Rookie einen Schnitt von 134 Rushing Yards und konnte zudem bereits 6 Touchdowns erzielen. Besonders der Speed nach der ersten Phase seines Runs machen den 22-Jährigen zu einem der derzeit aufregendsten Offensiv-Spieler der gesamten Liga.

Verlierer: Miami Dolphins

Die New York Jets galten vor Woche 1 als heißer Anwärter auf die erste sieglose Saison seit den Detroit Lions in 2008. So sind sie bei den Buchmachern das einzige Team, das in 14 ihrer 16 Spiele als Underdog in die Partie geht. Doch dann kam Woche 3 und ein dominanter 20:6-Sieg gegen die Dolphins. Zu Miami: Wer gegen die Jets verliert, dem sollte die Football-Lizenz fristlos und auf der Stelle entzogen werden. Punkt.

Gewinner: Jake Elliott

In einem äußerst schnell gespielten Aufeinandertreffen zwischen Philadelphia und den Giants, bei dem die Eagles bereits eine Zwei-Touchdown-Führung hatten, wurde es in der letzten Spielminute noch extrem spannend. Am Ende lag die gesamte Last auf den Schultern des erst 22-jährigen Kickers Jake Elliott. Bei seinem allerersten Heimspiel als NFL-Profi trat Elliott mit nur einer verbleibenden Sekunde zu einem 61-Yards-Kick an. Seine College-Bestleistung waren 56 Yards.

Mit diesem Kick ist der Rookie unmittelbar zum Publikumsliebling der Traditions-Franchise aus Pennsylvania geworden. Die Eagles haben nun eine Bilanz von zwei Siegen und einer Niederlage, während die New York Giants immer noch auf ihren ersten Sieg warten müssen.

“WTF”: Marcus Cooper

Die Chicago Bears konnten mit ihrem Overtime-Sieg gegen Pittsburgh zwar für eine Überraschung sorgen. Das einzige Highlight-Video, das von diesem Spiel aber tatsächlich in Erinnerung bleiben wird, gehört eher in die “Leider Nein”-Kategorie. Ladies and Gentlemen, Marcus Cooper! Ansehen und genießen:

Johannes auf Twitter: @Joe_Pressler

[Foto: Josh Hallett/Flickr/CC BY-SA 2.0]

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