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Neun Tipps für anstrebende Vinyl-Enthusiasten

Neben dem richtigen Setup und der passenden Pflege gibt es noch weitere Dinge, die man beachten sollte

Neun Tipps für anstrebende Vinyl-Enthusiasten 26. September 2017Leave a comment

Das Online-Magazin mit Mut zu Meinung

Nach wie vor befindet sich Vinyl hoch im Kommen. Kein Wunder, es ist auch etwas Besonderes, ein Album auf der Platte anzuhören, statt einfach nur auf einen Knopf zu drücken. Für den sogenannten “Vinyl-Enthusiasten” ist es mit dem einfachen Musikhören jedoch nicht getan. Mit Leidenschaft und Hingabe wird nichts dem Zufall überlassen. Damit hängen viele Dinge zusammen: so zum Beispiel die richtige Pflege der Platten bis hin zum perfekten Setup der Anlage.

Was du als LiebhaberIn der Schallplatte und vielleicht auch bald BesitzerIn eines Plattenspielers unbedingt wissen solltest, möchten wir dir hier zeigen.

1.  Umso besser das ganze Setup, desto besser der Ton

Ein Grundsatz, der mit Sicherheit in vielen Bereichen passen würde. Irgendwann ist man fertig mit der billigen All-in-One-Ausrüstung. So ist es auch beim Plattenspieler und den dazugehörigen Komponenten. Zum Glück sind heute schon einige Plattenspieler zu einem halbwegs vernünftigen Preis erhältlich, die aber trotzdem bereits in Richtung High End gehen. Wichtig ist es dabei immer, einen Blick auf den Tonabnehmer zu haben.


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2.  Ein guter Tonabnehmer wirkt Wunder

Der Teil, der über die Nadel direkten Kontakt zur Platte hat, ist der Tonabnehmer. In einem komplexen Prozess werden die notwendigen Infos aus der Rille ausgelesen und umgewandelt. Somit ist der Tonabnehmer maßgeblich an der Entstehung der Musik beteiligt.

Gerade deshalb ist hier die Qualität sehr wichtig. MM-Tonabnehmer (Elektromagnetische Wandler) sind heute am weitesten verbreitet — hier sind bereits viele gute Modelle zu finden. Der MC-Tonabnehmer (Elektrodynamischer Wandler) gilt als leistungsstärker, ist jedoch um einiges teurer.

3.  Der Tonabnehmer sollte austauschbar sein

Viele Plattenspieler, bei denen sonst an allen Ecken und Enden gespart wurde, bieten keine Möglichkeit, den Tonabnehmer auszutauschen. Das ist ein No-Go und sollte unbedingt beim Kauf bedacht werden. Denn wenn du dich irgendwann weiterentwickeln und einen neuen Tonabnehmer ausprobieren möchtest, wäre es blöd, wenn dich dein Plattenspieler daran hindert.

4.  Am besten einen Plattenspieler mit Riemenantrieb

Viele Vinyl-Liebhaber empfehlen einen Riemenantrieb für den eigenen Plattenspieler. Auch bei den Herstellern macht sich dieser Trend bemerkbar. Diese Bauweise bietet einige Vorteile. Beispielsweise ist hier der Motor isoliert — so übertragen sich weniger Störgeräusche auf die Platte. Ein Plattenspieler mit Direktantrieb ist vor allem für DJs interessant. In beiden Kategorien lassen sich gute Geräte finden.

5.  Kauf Vinyl gebraucht

Zugegeben, Vinyl in gebrauchtem Zustand zu kaufen ist erst mal gewöhnungsbedürftig. Die Läden bieten neben Schallplatten und einem muffigen Geruch oft ein sehr interessantes Setting. Nicht selten befinden sich die Platten auf verschiedene Kisten verteilt. Jedoch kannst du gutes Geld sparen, wenn du ab und zu ein wenig stöberst. Platten, die auf den ersten Blick gut aussehen, sind es meistens auch. Vorsichtig solltest du bei Kratzern und Dellen sein.


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6.  Die richtige Plattenpflege

Viele Leute werden beim Knistern alter Schallplatten nostalgisch. Oft ist es aber nur ein Zeichen, dass die Platte schmutzig ist. Deshalb ist es enorm wichtig, deine Platten von Zeit zu Zeit zu säubern. Generell sollte loser Staub bei jedem Hören mit einer Samtbürste abgenommen werden — auch von der Nadel! Um Platten zu reinigen, gibt es viele Möglichkeiten: zum Beispiel spezielle Mixturen, Waschmaschinen oder auch Bürsten.

7.  Achte auf einen sauberen Stylus

Neben den Platten zählt auch die Sauberkeit der Nadel. Diese kann ganz einfach mit einer kleinen Bürste beziehungsweise mit einer Reinigungsflüssigkeit gesäubert werden. Während eine schmutzige Platte eher nur lästig zum Hören ist, hat die Nadel auch Auswirkungen auf das Vinyl. So kann es nämlich leicht zu Kratzern kommen.

8.  Manuelle Plattenspieler sind oft besser

Neben manuellen Geräten sind auch halbautomatische und automatische Plattenspieler erhältlich. Diese Funktion legt fest, was automatisch funktioniert und was du händisch erledigen musst. Ein Beispiel hierfür ist das Heben und Senken des Tonarms.

Automatische Plattenspieler benötigen zusätzlich einige Bauteile. Diese beeinflussen den Tonarm und bieten leider Angriffspunkte, die es bei manuellen Plattenspielern nicht gibt. Dies hat oft Auswirkungen auf den Sound.


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9.  Die richtige Platzierung zählt

Plattenspieler sind sehr sensibel und nehmen leicht Vibrationen auf. Deshalb ist der richtige Standort im Raum für einen guten Ton sehr wichtig. Generell sollte das Gerät auf einem festen, waagrechten Untergrund stehen. Die Gummifüße am Plattenspieler — falls vorhanden — helfen bei der korrekten Einstellung.

Achte zudem auf akustische Rückkopplung. Steht der Plattenspieler zu nahe an den Lautsprechern, kann es dazu kommen.

Viktoria Gasteiger schreibt auf 33eindrittel.com über alles zum Thema Plattenspieler und Vinyl.

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