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NFL, Woche 8: Seahawks triumphieren in einem wahren Klassiker

Die größten Gewinner und Verlierer des achten Spieltages in der National Football League

NFL, Woche 8: Seahawks triumphieren in einem wahren Klassiker 30. Oktober 2017Leave a comment

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Von athletischen Höchstleistungen über atemberaubende Finishs bis zu höchst amüsanten Touchdown-Celebrations — die National Football League (NFL) ist die wahrscheinlich faszinierendste Sportliga der gesamten Welt. Damit ihr keinen der wichtigsten und kuriosesten Momente der Sonntagsspiele verpasst, bringt euch kultort.at wöchentlich die größten Gewinner und Verlierer. 

Gewinner: Seattle Seahawks

Im besten Spiel der bisherigen Saison kam es zum Aufeinandertreffen zwischen den Seattle Seahawks und den Houston Texans. Mit Spannung wurde erwartet, ob Rookie-Quarterback Deshaun Watson der berühmt-berüchtigten Seahawks-Defense und dem starken Seattle-Heimvorteil standhalten kann. Was folgte, war ein hochklassiges Spielmacher-Duell zwischen Watson und Seahawks-Quarterback Russell Wilson.

Es kommt nicht oft vor, dass beide Quarterbacks gemeinsam für 1.000 Yards werfen. Wilson (452 Yards, vier Touchdowns) und Watson (402 Yards, vier TD) kamen dieser unglaublichen Marke aber sehr nahe. Ebenso beeindruckend war die Performance von Texans-Receiver DeAndre Hopkins: 224 Yards, acht Catches, ein TD.

Am Ende agierte Houston etwas zu passiv, konnte eine 38:34-Führung nicht nach Hause spielen. Superbowl-Champion Wilson nutzte das eiskalt aus und drehte dieses Wahnsinnsspiel in den letzten Sekunden:

Mit ihrem fünften Sieg stellen die Seahawks in der NFC West mit den L.A. Rams gleich, Seattle scheint immer besser in Fahrt zu kommen. Houston auf der anderen Seite hat nun eine Bilanz von drei Siegen und vier Niederlagen, in der schwachen AFC South ist damit allerdings noch nichts verloren.

Gewinner: Favoriten

Die Sonntagsspiele waren generell ein guter Tag für die stärker angesehenen Mannschaften. Sieht man sich die Experten-Picks auf ESPN an, konnten zehn der elf Favoriten ihre Spiele für sich entscheiden.

Mit einem dominanten 34:14-Sieg gegen weiterhin enttäuschende Oakland Raiders bleiben die Buffalo Bills einer der großen Anwärter auf ein Playoff-Ticket in der AFC. Besonders die Defense der Bills zeigt sich in Topform, erlaubt nur 16,4 Punkte pro Spiel (Platz 3). Ähnliches gilt für die starke Verteidigung der Minnesota Vikings (Platz 4), die sich in London gegen die immer noch sieglosen Cleveland Browns keine Blöße gaben.

Außerdem erwähnenswert ist die mittlerweile fünf Spiele andauernde Siegesserie der New Orleans Saints. Gegen die starke Defense der Chicago Bears tat man sich über weite Strecken zwar schwer, dank eines erneut starken Drew Brees (299 Yards) reichte es aber für einen 20:12-Heimsieg. Dass man sich in Louisiana um die Offense keine Sorgen machen musst, ist nichts Neues — bleibt die Saints-Verteidigung aber im Mittelfeld der Liga (344,7 erlaubte Yards pro Spiel, Platz 20), könnte es New Orleans zum ersten Mal seit 2013 in die Playoffs schaffen.

Verlierer: Washington Redskins

Sowohl die Washington Redskins als auch die Dallas Cowboys gingen mit einer Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen in die achte Woche. Diese Partie war also für beide Teams sehr wichtig, um auf die bärenstarken Philadelphia Eagles (sieben Siege, eine Niederlage) nicht zu viel Boden zu verlieren. Darum ist die 19:33-Niederlage der Redskins umso bitterer.

Hauptgrund dafür ist sicherlich das extreme Verletzungspech, mit dem Washington derzeit zu hadern hat. So musste man gegen Dallas gleich auf drei der besten Offensive-Line-Spieler verzichten. Ihr Ersatz war gegen die Cowboys-Defense schlichtweg überfordert, erlaubte vier Sacks an Quarterback Kirk Cousins.

Dallas erwartet nun eine wichtige Entscheidung. Am Montag kommt es zu einem weiteren Hearing der NFL, wo sich herausstellen wird, ob Runningback Ezekiel Elliott aufgrund eines Vorwurfs der häuslichen Gewalt für sechs Spiele suspendiert wird.

Gewinner: Pittsburgh Steelers

Nachdem sich die Steelers zu Beginn der Saison in einer kleinen Krise befanden, sieht es nun schon viel besser aus. Die drei letzten Spiele konnte Pittsburgh alle für sich entscheiden und erlaubte dabei nicht mehr als 15 Punkte pro Spiel. Am Sonntag, im Nachtspiel gegen die Detroit Lions, spielte man sich zu einem 20:15-Auswärtssieg, obwohl Detroit in beinahe allen Team-Statistiken überlegen war. Auch solch eine Tatsache spricht für die Klasse der Steelers, wenn man selbst bei einer weniger starken Leistung den Platz als Sieger verlässt.

Äußerst erfreulich bleibt die positive Entwicklung von Rookie-Receiver JuJu Smith-Schuster. Mit 193 Yards und einem Schnitt von 27,6 Yards pro Catch war er der herausragende Spieler in den Reihen der Steelers. Hauptverantwortlich für diese starken Zahlen ist sein 97 Yards langer Touchdown, ein neuer Franchise-Rekord:

Verlierer: Tampa Bay Buccaneers

Vor der Saison waren die Buccaneers so etwas wie der “Hipster-Pick” auf einen Playoff-Platz in der NFC. Gegen die Carolina Panthers lieferte man aber erneut eine enttäuschende Leistung: 3:17. Nach sieben Spielen hat man nur zwei Siege und fünf Niederlagen, der erhoffte Postseason-Traum ist in weite Ferne gerückt.

In seiner Rookie-Saison noch als einer der besten Quarterbacks der nächsten Generation gelobt, begibt sich Jameis Winston langsam in ein gefährliches Territorium. Und zwar in die Klasse von Spielmachern, bei denen man Woche für Woche ratlos ist, ob auf den Quarterback tatsächlich Verlass ist. Im QB-Rating von ESPN liegt Winston nur auf dem 23. Platz, sogar noch hinter Blake Bortles und Eli Manning.

Natürlich sollte man in Tampa nichts überhasten und weiterhin auf eine fortschrittliche Entwicklung des ehemaligen Gewinners der Heisman Trophy hoffen. Im Moment sieht es allerdings mehr nach Rückschritt als nach Fortschritt aus.

“WTF”: diese Schiedsrichter

Der “WTF”-Award geht diese Woche an kein Team, keinen Spieler und nein, auch nicht an eskalierende Fans. Diesmal gehört der “WTF”-Award den Schiedsrichtern des Spiels zwischen den New England Patriots und den Los Angeles Chargers. Sie scheinen bereits auf ihren Olympia-Auftritt im Synchronschwimmen hinzutraineren:

Johannes auf Twitter: @Joe_Pressler

[Foto: Paul Joseph/Flickr/CC BY 2.0]

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