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NFL, Woche 10: Saints bauen Siegesserie aus, Giants erreichen Tiefpunkt

Die größten Gewinner und Verlierer des zehnten Spieltages in der National Football League

NFL, Woche 10: Saints bauen Siegesserie aus, Giants erreichen Tiefpunkt 13. November 2017Leave a comment

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Von athletischen Höchstleistungen über atemberaubende Finishs bis zu höchst amüsanten Touchdown-Celebrations — die National Football League (NFL) ist die wahrscheinlich faszinierendste Sportliga der gesamten Welt. Damit ihr keinen der wichtigsten und kuriosesten Momente der Sonntagsspiele verpasst, bringt euch kultort.at wöchentlich die größten Gewinner und Verlierer. 

Gewinner: New Orleans Saints

Die New Orleans Saints und die Buffalo Bills galten als zwei der bisher größten Überraschungsteams in der NFL. Nach dem dominanten 47:10-Auswärtssieg der Saints scheinen sich die Formkurven der beiden Teams allerdings in die exakt gegenseitigen Richtungen zu bewegen.

New Orleans bleibt das Team der Stunde. Nachdem man sich in den ersten beiden Saisonspielen gegen Minnesota und New England geschlagen geben musste, befinden sich die Saints seither in absoluter Topform, ihre Siegesserie hält nun schon für sieben Spiele an.

Warum New Orleans derzeit so stark performt, liegt hauptsächlich nicht wie in den letzten Jahren an Quarterback Drew Brees und seinem Passspiel, sondern am beinahe unaufhaltbaren Laufspiel. An den ersten beiden Spieltagen konnte man nur 70,5 Rushing Yards pro Match erzielen — seitdem laufen die Runningbacks Mark Ingram, Alvin Kamara und das restliche Team für durchschnittlich sagenumwobene 162,7 Yards. Die sechs Lauf-Touchdowns gegen Buffalo sorgten für einen neuen Franchise-Rekord.


MEHR: Die New Orleans Saints sind zurück auf der Erfolgsspur


Ein weiterer Grund, weshalb New Orleans gemeinsam mit vier weiteren Teams die derzeit zweitbeste Bilanz der Liga hat, ist die Defensive. Angeführt von Defensive Coordinator Dennis Allen spielt man auf dieser Seite des Feldes so gut wie schon lange nicht mehr. Mit 18,3 erlaubten Punkten pro Spiel (Platz fünf) liegen die Saints hier ebenfalls im Spitzenfeld der NFL.

Diese starke Saisonleistung spiegelt sich auch in den Quoten für den Superbowl-Sieg wider:

Screenshot via bet-at-home.com

Nur fünf Mannschaften haben derzeit eine niedrigere Meistertitel-Quote als die Franchise aus Louisiana. Spätestens seit Woche 10 sind die Saints deshalb nicht mehr nur ein unterhaltsamer Underdog mit gewissen Außenseiterchancen, sondern einer der größten Anwärter auf den Gewinn von Superbowl 52.

Buffalo auf der anderen Seite hat drei ihrer letzten fünf Spiele verloren und hält nun bei einer Bilanz von fünf Siegen und vier Niederlagen. In der sonst eher schwachen AFC haben die Bills aber weiterhin gute Chance auf ein Wild-Card-Ticket:

Screenshot via espn.com

Verlierer: New York Giants

In Kalifornien kam es zum “Spitzenspiel” zwischen den San Francisco 49ers und den New York Giants. Es war erst das dritte Mal in der Superbowl-Ära, dass in Woche 10 oder später zwei Mannschaften aufeinandertrafen, die gemeinsam erst ein Spiel gewonnen hatten. Aus der Perspektive der Giants war dieser sichere 31:21-Heimsieg der 49ers eine große Enttäuschung, das gesamte Spiel über sah San Francisco sowohl wie das bessere als auch das motiviertere Team aus.

Besonders die Verteidigung der Giants, die letztes Jahr noch eine der besten Einheiten der gesamten Liga war, wirkte so, als hätten sie diese Saison schon längst aufgegeben. Großartige Spieler wie Janoris Jenkins, Landon Collins oder Jonathan Casillas sind hier keine Ausnahme.

Die achte Niederlage in neun Spielen bedeutet für New York den ersten 1-8-Record seit 1980. Das kann man so nicht stehen lassen, Konsequenzen müssen folgen. Kollege Martin Senfter bringt es auf den Punkt:

Gewinner: JuJu Smith-Schuster

Die JuJu-Party in Pittsburgh geht weiter. Obwohl die Steelers gegen die Indianapolis Colts bereits 3:17 zurücklagen, konnte man das Spiel noch drehen und verbessert seine Bilanz auf sieben Siege und zwei Niederlagen.

Erneut beeindruckend war Rookie-Receiver JuJu Smith-Schuster (97 Yards, ein Touchdown), der mittlerweile mehr Yards und Touchdowns hat, als alle Rookie-Wide-Receiver gemeinsam, die vor ihm gedraftet wurden.

Ebenso beeindruckend bleibt die Kreativität der Touchdown-Celebrations des Youngsters. Erinnert ihr euch noch an diesen Ausraster von A.J. Green aus Woche 9?

Jap, Smith-Schuster und Le’Veon Bell gingen soweit und spielten diese Aktion nach. Großes Kino:

“WTF”: Bills Mafia

Die Mitglieder der sogenannten Bills Mafia, eine Hardcore-Fangruppe der Buffalo Bills, gehören zu den verrücktesten und besoffensten (und ehrlich gesagt dümmsten) Fans der gesamten NFL. So schafften sie es bereits in Week 7, unseren “WTF”-Award der Woche zu gewinnen. Mit gleich drei Aktionen sorgten sie dafür, dass ihnen auch diesmal dieser renommierte Award sicher ist.

Bereits vor dem Spiel war man höchst motiviert. Ein ganz normales Vorglühen im Leben eines Bills-Fans:

Just another day in the life of a Bills fan…

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Auf ins Stadion. Den gegnerischen Runningback beim Feiern eines Touchdowns einfach mal mit Bier zu beschütten? Kein Problem:

Und letztes Jahr wurde noch ein Dildo auf das Spielfeld geworfen, doch dies schien noch nicht genug gewesen zu sein:

Für die Zukunft sind die Fans der Buffalo Bills für den “WTF”-Award übrigens disqualifiziert. Sonst würden sie das Ding wohl Woche für Woche gewinnen — und das macht keinen Spaß, wenn jedes Mal der Gleiche gewinnt … *hust* Patriots! *hust*.

Johannes auf Twitter: @Joe_Pressler

[Foto: Kelly Bailey/Wikimedia/CC BY 2.0]

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