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Fußball-WM 2018: Das sind alle 14 europäischen Teams

Eine detaillierte Analyse aller 14 europäischen Teams, die sich für die WM 2018 in Russland qualifiziert haben

Fußball-WM 2018: Das sind alle 14 europäischen Teams 15. November 20171 Comment

Ressortleiter Sport

Seit Mittwoch Abend steht mit Dänemark auch der letzte europäische Teilnehmer für die WM-Endrunde kommenden Sommer in Russland fest. Trotz rot-weiß-roter Abwesenheit verspricht das nahende Großereignis viel Spannung und auch hierzulande wird gebannt auf den Fernseher geblickt werden, wenn die talentiertesten Ballkünstler des Planeten ihre Kräfte messen.

Für einige Teams ist das Ziel bereits erreicht, der große Traum von der Teilnahme an der Weltmeisterschaft ist erfüllt. Alles was nun folgt, ist Draufgabe. Doch die besten Mannschaften Europas zählen wie immer auch in Russland zu den großen Favoriten auf den Titel.

Um euch einen Überblick zu verschaffen, haben wir jeden einzelnen Vertreter unseres Kontinents unter die Lupe genommen:

1. Belgien

In einer vermeintlich leichten Qualifikationsgruppe waren die “Roten Teufel” mehr als souverän und qualifizierten sich früh für die Endrunde. Das belgische Team ist seit Jahren auf allen Positionen bespickt mit absoluten Superstars, die ihr Geld bei Spitzenvereinen wie dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain zu einem großen Teil aber in England verdienen. Dass man als Nachfolger für Trainer Marc Wilmots mit dem Spanier Roberto Martínez einen wahren Englandexperten ins Boot holte, ist wohl kaum Zufall. Die verbreitete Meinung, dass ein erfolgreicherer Trainer mit mehr Erfahrung geeigneter für die Handhabung des belgischen Starensembles sei, verstummte aufgrund der guten Ergebnisse schnell.

Geheimtipp ist Belgien durch das jeweilige Erreichen des Viertelfinales 2014 und 2016 keiner mehr. Auch nächsten Sommer ist ihnen ein ähnlicher Erfolg zuzutrauen. Im Normalfall muss Belgien in Russland die Gruppenphase überstehen. Wie weit die Reise danach gehen kann, hängt voraussichtlich mit den zugelosten K.-o.-Runden-Gegnern zusammen. Aufgrund des enorm starken Favoritenkreises ist der Titelgewinn für De Bruyne, Lukaku und Co. aber nur schwer vorstellbar.

2. Dänemark

Als letztes europäisches Team konnte sich Dänemark am Mittwochabend für die Weltmeisterschaft qualifizieren, nachdem Christian Eriksen Irland im Playoff-Rückspiel praktisch im Alleingang abfertigte.

In der Qualifikationsgruppe erreichten die Dänen das Soll, nicht mehr und nicht weniger. Polen konnte man auf lange Sicht nicht das Wasser reichen, doch im Gegensatz zu vor vier Jahren war der zweite Platz diesmal genug, um das Playoff-Ticket zu lösen.

Neben dem Topstar der Tottenham Hotspurs hat das Nationalteam mit Yussuf Poulsen und Andreas Christensen auch vielversprechende Talente auf anderen Positionen. Zu bemängeln ist die fehlende Tiefe des Kaders, so hat der öfter verspottete als wertgeschätzte Bendtner immer noch seinen Platz. Wirklich viel ist der Mannschaft bei der WM deshalb nicht zuzutrauen, dazu fehlt die individuelle Klasse. Wenn alles passt, wie etwa beim 4:0-Kantersieg gegen Polen, dann dürfen wir uns dennoch attraktiven, unterhaltsamen Fußball erhoffen.

3. Deutschland

Das Ziel ist die Titelverteidigung. Ganz einfach. Egal ob WM oder EM, Deutschland ist immer Mitfavorit und alles andere als der Sieg eine Enttäuschung. So war auch die Niederlage im EM-Semifinale gegen Frankreich ein herber Rückschlag. Nach der Europameisterschaft ging es aber beeindruckend in die nächste Qualifikation: zehn Spiele, zehn Siege, dreiundvierzig Tore (einzig Belgien traf genauso oft) und nur vier Gegentore — Deutschland eben. Dass San Marino mehr als ein Drittel der gesamten deutschen Tore kassierte, schmälert zwar ein wenig die Repräsentativität der Statistik, nichtsdestotrotz steht am Ende nur ein einziges Spiel (2:1 gegen die Tschechische Republik) ohne Zwei-Tore-Unterschied zu Buche.


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Sowohl defensiv als auch offensiv waren die Deutschen um Meilen besser im Vergleich zur Qualifikation für die vergangenen EM. Die Leistungssteigerung kommt nicht von ungefähr, Joachim Löw kann nun seit mehreren Jahren auf denselben Spielerstamm setzen. Der Umbruch nach dem Titel 2014 in Brasilien scheint geschafft und eine neue Einheit gebildet zu sein. Die Konkurrenz darf sich wieder einmal fürchten.

4. England

Für viele war England 2016 bereit, endlich wieder um einen großen Pokal mitzuspielen, da man sich ohne Punkteverlust qualifizieren konnte und als Titelkandidat galt. Einer durchwachsenen Gruppenphase folgte aber das prompte Aus gegen die Debütanten aus Island.

Für die kommende Weltmeisterschaft konnten sich die “Three Lions” erneut ohne Niederlage qualifizieren, mussten nur zwei Unentschieden hinnehmen und brillierten vor allem durch vorbildliches Abwehrverhalten. Im Angriff schwächelt England allerdings, weshalb Trainer Gareth Southgate bereits vor seinem ersten Großereignis in der Kritik steht. Zu wenig Spielwitz, zu wenig Bewegung, keine kreativen Ideen wirft man dem Team vor.

Während man in Neokapitän Harry Kane einen der weltbesten Stürmer in den eigenen Reihen hat, ist auf die Offensivkräfte hinter ihm weniger Verlass. Dele Alli, Raheem Sterling und Marcus Rashford bringen unglaubliches Talent mit, bloß fehlt es an Erfahrung. Die Konstanz für ein kräfte- und nervenzehrendes Turnier fehlte der jungen Mannschaft in Frankreich und könnte wohl auch in Russland problematisch werden. Zu viel Druck lastet auf den Leistungsträgern, die sich zu einem großen Teil noch in der Entwicklungsphase befinden und weit von ihrem Zenit entfernt sind.

5. Frankreich

So knapp war man dran am Gewinn der Heim-EM — umso bitterer ging sie zu Ende. Die erdrückende Euphorie einer gesamten Nation wurde in einem Moment ausgelöscht, als Eder das Stade de France mit einem mächtigen Schuss verstummen ließ.

Doch lange Regeneration ist “Les Bleus” nicht gegönnt, denn auch bei der Weltmeisterschaft gelten sie für Experten als vielversprechender Tipp. Blickt man auf den aktuellen Kader der Franzosen wird schnell klar, warum. Im Vergleich zur Heim-EM ist man noch stärker aufgestellt, einige der Youngsters sind im Klub und im Nationalteam zu absoluten Leistungsträgern herangewachsen und die neue Generation, angeführt von “Golden Boy” Kylian Mbappé, rückt bereits nach.

Die große Frage wird sein, ob die junge Truppe schon 2018 bereit für den ganz großen Coup ist. Denn eines ist klar: In den nächsten zehn Jahren gehört Frankreich bei jedem Turnier zu den ernsthaftesten Anwärtern auf die Trophäe.


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6. Island

Von wegen One-Hit-Wonder! Nachdem sich die Isländer 2016 in mehr Herzen geschossen haben, als ihre Insel Einwohner hat, schaffte man den nahtlosen Übergang zum nächsten Meilenstein der heimischen Fußballgeschichte und qualifizierte sich erstmals für eine WM-Endrunde. Vor allem die beiden deutlichen Siege gegen die Türkei (3:0, 2:0) zeigten, dass die Kräfteverhältnisse bei Europas Nationalmannschaften in den letzten Jahren verschoben wurden. Ehemals als “Fußballzwerg” verschmäht, ist Island auf gutem Weg, sich mittelfristig im europäischen Topfußball festzusetzen.

Mitgrund für die isländische Erfolgswelle sind zweifellos die Fans. Die Verbindung zwischen den elf Wikingern am Platz und ihrem stolzen Rückhalt in den Tribünen ist einzigartig. Man hat — mehr als bei jeder anderen Mannschaft — das Gefühl, dass diese Männer mit ganzem Herzen ihre Heimat repräsentieren. “Strákarnir okkar” (“Unsere Jungs”) ist der passende Spitzname der Nationalmannschaft.

Bei Losglück sind den Helden der EM 2016 eine weitere Überraschung und der Aufstieg in die K.-o.-Phase durchaus zuzutrauen. Aber wäre es überhaupt noch überraschend?

7. Kroatien

20 Jahre nach dem größten Erfolg der Nationalmannschaftsgeschichte und dem sensationellen dritten Platz bei der WM 1998 wollen die Kroaten endlich wieder scheinen. Ob ein derartiger Erfolg in Russland überhaupt ansatzweise möglich ist, muss aber in Frage gestellt werden.

Kroatien hat alles, was eine konkurrenzfähige Mannschaft braucht: Qualität auf jeder Position, ein gewisses Gleichgewicht zwischen Jung und Alt und mit Luka Modric sogar einen der besten Spieler des Planeten. Trotzdem konnte man sich erst über das Playoff für die WM qualifizieren, nachdem man hinter Island nur Gruppenzweiter geworden war. Der Grund dafür war Inkonstanz, vor allem in der Offensive: Nur in drei der zehn Spielen traf Kroatien öfter als einmal.

Die Durchschlagskraft fehlte auch im EM-Achtelfinale gegen den späteren Europameister aus Portugal, wo man über 120 Minuten haushoch überlegen war und am Ende doch als Verlierer vom Platz ging. Die Chancenauswertung ist also ein Problemherd, der schleunigst in den Griff bekommen werden muss, will man bei der WM etwas erreichen.

Was für die Mannschaft möglich ist, wenn man sich im Angriff richtig entfalten kann, zeigte sie im Playoff-Hinspiel gegen Griechenland. Dem Europameister von 2004 ließ man nicht den Hauch einer Chance, zeigte nicht nur großen Willen, zur WM zu fahren, sondern auch individuelle und kollektive Klasse. Mit ähnlichem Auftreten ist den Kroaten nächsten Sommer eine Überraschung zuzutrauen.

8. Polen

Erstmals seit 2006 konnte sich Polen für eine Weltmeisterschaft qualifizieren. Kamil Glik, Lukasz Piszczek und Jakub Blaszczykowski — die “Rot-Weißen” können auf einige namhafte Spieler zurückgreifen. Der große Trumpf trägt aber den Namen Robert Lewandowski. Der Rekordtorschütze zählt zweifellos zu den zehn besten Mittelstürmern der Welt, war mit 16 Toren außerdem der erfolgreichste in der europäischen Qualifikation. Damit traf er viermal mehr als das gesamte restliche Team.

Lewandowski netzte in jedem Qualifikationsspiel mindestens einmal, das einzige Spiel, das er verpasste, sollte auch die einzige Niederlage werden — ein faustdickes 0:4 in Dänemark. Auch für den tollen Auftritt von Polen in Frankreich, der erst im Elfmeterschießen des Viertelfinales gegen den späteren Europameister zu Ende ging, war Lewandowski hauptverantwortlich.

Ohne ihren Nationalhelden wäre die polnische Mannschaft wohl nur eine mittelmäßige, doch zu ihrem Glück gibt es Lewandowski und trifft er derzeit nach Belieben. Mit einem weiterhin konstant starken “Lewa” können die Polen so ziemlich jeden ärgern, die K.-o.-Runde sollte deshalb das realistische Ziel sein.

9. Portugal

Der amtierende Europameister sollte auch bei der folgenden Weltmeisterschaft zum Favoritenkreis zählen. Bei Portugal ist das schwierig, da immer noch sehr viel von Weltfußballer Cristiano Ronaldo abhängt. Spielt Ronaldo in Topform, ist Portugal brandgefährlich, tut er es nicht, gehören sie bestenfalls zum erweiterten Anwärterkreis auf den Titel. Sinnbildlich für diese These war das vorletzte Spiel der vergangenen Qualifikation. Gegen Andorra, den 144. der FIFA-Weltrangliste, wollte man den angeschlagenen Superstar schonen, nach nur zwei Torschüssen seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit musste Ronaldo aber doch eingreifen und entschied das Spiel für seine Auswahl.


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Den Gewinn der Europameisterschaft kleinzureden wäre dennoch nicht nur respektlos, sondern schlichtweg falsch, durch pures Glück gewinnt man keine EM. Betrachtet man aber Portugals Gegner spät im Turnier (Polen im Viertel-, Wales im Halbfinale), so darf man bei einer WM-Ausscheidungsrunde mit härteren Kalibern rechnen. Mit einem herausragenden Ronaldo ist für Portugal also etwas möglich (wenn auch nicht der Titel), ansonsten droht ein ähnliches Debakel wie 2014.

10. Russland

Den Gastgeber einer Weltmeisterschaft einzuordnen fällt, ob der fehlenden kompetitiven Herausforderungen, oft schwer. Besonders dann, wenn es sich nicht gerade um eine Spitzenmannschaft handelt. Russland ist definitiv keine Spitzenmannschaft, zuletzt scheiterte man dreimal in der Vorrunde jeweils an machbaren Aufgaben.

Von der goldenen Generation, die bei der EM in Österreich und der Schweiz sensationell bis ins Halbfinale vorstieß, ist nur mehr eine blasse Erinnerung übrig. Keeper Igor Akinfejew, der damals als eines der vielversprechendsten Torhütertalente seiner Generation gehandelt wurde, konnte die hohen Erwartungen aber nie wirklich erfüllen. Dass neben ihm auch der zweite “Übergebliebene” Yuri Zhirkov mit 34 Jahren auf der linken Außenbahn gesetzt ist, spricht ebenfalls nicht gerade für die Jugendarbeit der “Sbornaja”.

Der Heimvorteil könnte die Mannschaft zwar beflügeln, dass die Euphorie sie bis ins Achtelfinale peitscht, ist aber unwahrscheinlich und noch weiter vorzudringen sowieso praktisch unmöglich. Dazu ist diese Mannschaft zu schwach.

11. Schweden

Die Schweden sind ein ganz harter Brocken. Hans Hubers Meinung teilen seit dieser Woche auch die Italiener, die nach dem Playoff-Aus zum ersten Mal seit 1958 eine Weltmeisterschaft verpassen. Auf der anderen Seite feiert man die erste Teilnahme an einer WM seit 2006. Dabei wurde den Skandinaviern ein langer, undankbarer Umbruch nach der Ibrahimovic-Ära vorausgesagt.

Gerade ohne ihren selbsterkorenen Fußballgott scheint es nun aber zu laufen, wie schon lange nicht mehr. Souverän verlief die Qualifikation zwar nicht, so musste man eine unnötige Niederlage gegen Bulgarien hinnehmen und entglitt auch in Luxemburg nur knapp einem Debakel, allein die Tatsache, dass man mit den Niederlanden einen Halbfinalisten der letzten beiden Auflagen ausstechen konnte, unterstreicht die steigende Form.

Bei der WM wird Schweden gegen die meisten Gegner in die Außenseiterrolle schlüpfen. Dass dies kein Nachteil sein muss, bewies man nicht erst beim gekonnten Betonanmischen gegen die “Squadra Azzura”, sondern schon beim eindrucksvollen Sieg über Frankreich. “Auf Konter lauern und Fehler ausnützen”, heißt die Devise für Schweden. Das Achtelfinale scheint durchaus realistisch.

Vi ska till VM!!! #viärsverige

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12. Schweiz

Neun Siege bei nur einer Niederlage — die Eidgenossen hatten eine fast makellose Bilanz in der Qualifikation. Aber eben nur fast, denn durch die Niederlage im letzten Spiel gegen den Europameister musste man diesem den Vortritt gewähren und den harten Weg durch das Playoff antreten.


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Das Weiterkommen gegen Nordirland wird unsere Nachbarn jedoch umso mehr beflügeln, selbst wenn es vergangenen Sonntag weniger souverän verlief, als nach dem Auswärtssieg im Hinspiel erhofft. Die “Nati” qualifiziert sich damit zum vierten Mal in Folge für eine WM und bleibt ein Vorbild für kleinere Fußballnationen. Mit hervorragender Jugendarbeit und -förderung hat man es geschafft, konstant guten Fußball zu spielen und ein vielversprechendes Fundament für die Zukunft zu schaffen.

Was den “Eidgenossen” fehlt, um weiter zu kommen als unter die letzten 16 — wie bei den letzten beiden Großereignissen — ist ein absoluter Superstar. Shaqiri, Xhaka und Co. sind großartige Fußballer, den Unterschied können sie alleine aber zu selten ausmachen.

13. Serbien

In den vergangenen Jahren war die serbische Nationalmannschaft meist nur dann medial präsent, wenn es um Ausschreitungen der Fans ging. Sportlich gab es auch nicht allzu viel zu berichten, seit 2010 konnte man sich für kein Großereignis mehr qualifizieren.

Nun aber hat Serbien wieder einen Kader, der sich vor keiner Mannschaft der Welt verstecken muss. Erfahrene Spieler wie Branislav Ivanovic und Nemanja Matic geben dem Team die nötige Routine, während Newcastle-Stürmer Aleksandar Mitrovic die talentierte junge Garde anführt. Das Ergebnis: die direkte Qualifikation zur WM 2018 vor Gegnern wie Irland, EM-Semifinalist Wales und Österreich.

Nichtsdestotrotz ist die gelungene Qualifikation bereits ein Erfolg, den man schätzen sollte, anstatt die Erwartungen zu hoch zu stecken. 2010 war dies der Fall, als der serbische Verband im Streit mit dem damaligen Trainer Radomir Antic auseinanderging. Im Nachhinein betrachtet der Anfang einer schweren Zeit für die Nationalelf, von der man sich erst jetzt langsam zu erholen scheint.

14. Spanien

Die Stars der erfolgreichsten Zeit ihres Nationalteams beenden nach und nach ihre Karriere. Ganz nahtlos ist der Generationen-Übergang auch bei der “Furia Roja” nicht vonstattengegangen. So drastisch der Absturz des Europa- und Weltmeisters auch war, nach zwei frühzeitigen Ausscheiden ist in Russland wieder voll mit den Spaniern zu rechnen. Dem Qualifikations-Konkurrenten Italien ließ man nicht den Hauch einer Chance und löste erwartungsgemäß vorzeitig das WM-Ticket.


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Dass die Spanier zurück auf die Erfolgsspur kommen könnten, liegt unter anderem an Trainer Julen Lopetegui. Nach der erfolgsverwöhnten Zeit unter Vicente Del Bosque war es nicht einfach, ein veraltetes Team zu übernehmen. Lopetegui gelang es aber, die Mannschaft zu verjüngen und gezielt anzupassen, ohne die Grundessenz des spanischen Spiels zu verlieren.

Junge Spieler wie Isco oder zuletzt Marco Asensio lernten das bewährte Kurzpassspiel bereits in sämtlichen Jugendmannschaften und können sich wie erhofft in das System der A-Mannschaft perfekt eingliedern. Thiago Alcántara und Álvaro Morata, die nach dem bitteren Aus in Brasilien den Umbruch einläuteten, können mittlerweile als absolute Leistungsträger gehandelt werden. Die neue Generation ist da und drauf und dran, in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten.

Philipp auf Twitter: @Philipp_Lou

[Foto: Saul Tevelez/Flickr (De Gea)/CC BY 2.0/Ajith Kumar/Flickr (Pogba)/CC BY 2.0/Jimmy Baikovicius/Flickr (Özil)/CC BY-SA 2.0/Illustration von James P. Platzer]

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