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NFL, Woche 13: Case Keenum ist in der Quarterback-Elite angekommen

Die größten Gewinner und Verlierer des 13. Spieltages in der National Football League

NFL, Woche 13: Case Keenum ist in der Quarterback-Elite angekommen 4. Dezember 20171 Comment

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Von athletischen Höchstleistungen über atemberaubende Finishs bis zu höchst amüsanten Touchdown-Celebrations — die National Football League (NFL) ist die wahrscheinlich faszinierendste Sportliga der gesamten Welt. Damit ihr keinen der wichtigsten und kuriosesten Momente der Sonntagsspiele verpasst, bringt euch kultort.at wöchentlich die größten Gewinner und Verlierer.

Gewinner: Case Keenum

Vor rund einem Jahr bei den Los Angeles Rams noch einer der schlechtesten Quarterbacks der gesamten Liga, spielt Case Keenum in dieser Saison für Minnesota so guten Football wie kaum ein anderer NFL-Spielmacher. Am Sonntag gegen die Atlana Falcons war dies ebenfalls der Fall, als Keenum für zwei Touchdowns warf, 25 seiner 30 Passversuche an den Mitspieler brachte und Minnesota zu einem beeindruckenden 14:9-Auswärtssieg in Atlanta führte.

Natürlich spielte auch die großartige Verteidigungsleistung der Vikings eine große Rolle, erlaubte man Falcons-Star-Receiver Julio Jones nur zwei Catches für 24 Yards. Besonders stark waren hierbei Linebacker Eric Kendricks (zehn Tackles) und Xavier Rhodes (fünf Tackles, verteidigte Jones). Es ist erst das zweite Mal in dieser Saison, dass Atlanta unter zehn Punkte gehalten werden konnte.

Doch zurück zu Keenum: Vor allem seine Performance in der zweiten Hälfte bewies die derzeitige Topform des 29-Jährigen, als er bei zwölf Pässen keinen einzigen Fehlpass warf. ESPN zufolge hat Keenum nach 13 Spieltagen das zweitbeste Quarterback Rating der ganzen Liga — nur der verletzte Deshaun Watson (Houston Texans) hat ein besseres.

Screenshot via espn.com

Ebenso spricht der Teamerfolg für Keenum: Minnesota gewann gegen Atlanta ihr achtes Spiel in Serie und hat gemeinsam mit den New England Patriots und den Philadelphia Eagles die derzeit beste Bilanz in der NFL. Beginnt man also eine MVP-Diskussion, wird der Name Keenum zwar nicht als allererstes fallen, doch gebührt dem gebürtigen Texaner eine Menge Respekt und zumindest ein guter Platz auf der Liste der aktuell am besten spielenden Quarterbacks.

Verlierer: Rob Gronkowski

Gleich wie Minnesota konnten in Woche 13 auch die New England Patriots ihr achtes Spiel hintereinander gewinnen. Mit 14 Punkten im dritten Viertel sicherten sich Tom Brady und Co. gegen auseinanderfallende Buffalo Bills einen komfortablen 23:3-Sieg, vor allem das Laufspiel spielte mit Dion Lewis (92 Yards) und Rex Burkhead (78 Yards, zwei Touchdowns) groß auf.

Für den Aufreger des Spieles sorgte allerdings Tight End Rob Gronkowski (neun Chatches, 147 Yards), der sich von den Schiedsrichtern das ganze Match lang unfair behandelt fühlte. Rund fünf Minuten vor Spielende hatte Gronk genug und ließ seine gesamte Wut an Bills-Verteidiger Tre’Davious White aus:

Das Schlimmste: Gronkowski wurde nach dieser Aktion nicht einmal ejectet. Mittlerweile hat sich der Star-Tight-End bereits entschuldigt, trotzdem besteht die Möglichkeit, dass der 28-Jährige für zumindest ein Spiel gesperrt wird — und das wäre auch gut so.

Was nach diesem schmutzigen Hit ganz untergeht: Mit ihrem Sieg gegen Buffalo ist das für New England nun bereits die 15. (!) Saison in Serie mit mindestens zehn Siegen.

Gewinner: Dean Lowry

Es gibt kaum etwas Schöneres auf dieser Welt, als wenn ein 135 kg schwerer Offensive Lineman mit dem Football über das halbe Feld läuft. Dean Lowry von den Green Bay Packers gelang dies am Sonntag gegen die Tampa Bay Buccaneers, nachdem Jameis Winston den Ball verlor und der Verteidiger den ersten Touchdown seiner NFL-Karriere erzielen konnte. Besonders sehenswert: Sein Versuch, in die Zuschauerränge zu springen:

Am Ende gewannen die Packers 26:20 nach Overtime und verbessern ihre Bilanz auf sechs Siege und sechs Niederlagen. Im Rennen um ein Wild-Card-Ticket in der NFC liegt man zwar zwei Spiele zurück, die Hoffnung wird in Wisconsin aber noch nicht aufgegeben.

Screenshot via espn.com

So spielt man nächsten Sonntag gegen die immer noch sieglosen Cleveland Browns und laut Medienberichten soll bereits die Woche darauf Aaron Rodgers wieder zurückkommen. Nur mit dem Star-Quarterback haben die Packers noch eine Chance auf Playoffs, speziell nach einer weiteren nüchternen Leistung von Rodgers-Ersatz Brett Hundley, der mit 84 Yards die wenigsten Passing Yards eines Packers-Spielmachers seit Brett Favre in 1994 warf.

Verlierer: Marcus Peters

Für die kurioseste Aktion aus Week 13 sorgte Marcus Peters von den Kansas City Chiefs. Nachdem er mit einem Call der Referees äußerst frustriert zu sein schien, entschied sich Peters einfach dazu, die Flag in die Hand zu nehmen und in das Publikum zu werfen:

Diese Frust-Aktion des Cornerbacks spiegelt die aktuelle Form der Chiefs recht gut wider. Zuerst fünf Siege in Serie — nach zwölf Spielen hat Kansas City aber einen Record von sechs Siegen und sechs Niederlagen. Am Sonntag gegen die New York Jets erntete es die fünfte Pleite in den letzten fünf Spielen.

Die AFC West führen Alex Smith und Co. zwar immer noch an, doch hat man mittlerweile denselben Record wie die L.A. Chargers und die Oakland Raiders. Ob es Kansas City mit solchen Leistungen in die Playoffs schafft, kann momentan stark bezweifelt werden.

“WTF”: Robby Anderson

Apropos New York Jets: Der “WTF”-Award geht diese Woche an Jets-Receiver Robby Anderson. Der 24-Jährige spielt in dieser Saison so stark, dass wir uns langsam fragen müssen, ob er sich teleportieren kann. Ihr wollt einen Beweis? Here it is:

Where in the world did Robby Anderson go? 🧐🤨 (via @thecheckdown)

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Johannes auf Twitter: @Joe_Pressler

[Foto: Keith Allison/Flickr/CC BY-SA 2.0]

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