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‘Star Wars’: ein definitives Ranking aller bisherigen acht Filme

Welches ist das bis dato beste Werk der faszinierenden ‘Star Wars’-Saga?

‘Star Wars’: ein definitives Ranking aller bisherigen acht Filme 5. Dezember 20171 Comment

Redakteur

Seit vielen Jahren gibt es in einer entfernten Galaxie einen lang andauernden Kampf zwischen Gut und Böse. Jedi gegen Sith, Rebellen gegen Imperium, Widerstand gegen Die Erste Ordnung. Helden traten hervor, die gedacht haben, sie seien normale Individuen, darüber hinaus dunkle Lords, die einst als Hoffnung für den Frieden gegolten haben. Schicksalhafte Begegnungen, das Entdecken der Liebe, Pfade, die ungewollt eingeschlagen werden — Geschichten, die auch in das normale Leben übertragbar sind.

Dank dem amerikanischen Regisseur George Lucas erleben wir die Faszination Star Wars seit 1977, das Jahr, als Krieg der Sterne in die Kinos kam. Es entstand ein Hype, der heute noch mehr als nur anhält — und durch die Übernahme von Disney vor ein paar Jahren werden wir noch sehr lange in den Genuss dieses Hypes kommen. Aus diesem Grund haben wir uns von kultort.at die Frage gestellt, welcher Star Wars-Film der Beste und welcher der Schlechteste ist:

8. Episode I — Die Dunkle Bedrohung

Der erste Teil der sogenannten Prequel-Trilogie erzählt die Geschichte, wie der junge Anakin Skywalker zu Darth Vader wird. Mit neuen technischen Mitteln wollte George Lucas im Vergleich zur klassischen Trilogie noch einen draufsetzen. Der Schuss ging aber nach hinten los, denn der mit einer FSK-Freigabe ab 6 Jahren versehene Film enttäuscht auf vielen Ebenen.

Mäßige digitale Effekte, dass Pod-Rennen und der Charakter Jar Jar Binks sorgen für Kopfschütteln. Die Erklärung, wie die “Macht” funktioniert, muss ebenfalls kritisiert werden. Highlights, wie die Performance von Ewan McGregor, der den jungen Obi-Wan verkörpert, und der Sith Darth Maul können einen schwachen Film nicht retten.

7. Episode II — Angriff der Klonkrieger

Der zweite Teil der neuen Trilogie zeigt sich stark verbessert. Ewan McGregor findet immer besser hinein in seine Rolle als Jedi-Krieger Obi-Wan. Wir bekommen zudem einen ersten Einblick in die Entstehung der berühmten Stormtrooper präsentiert. Der neu eingeführte Planet Kamino fällt ebenfalls unter die Kategorie “Highlight”.

Leider hat auch dieser Film große Probleme. Neben der mäßigen Umsetzung der CGI-Elemente zeigt sich Schauspieler Hayden Christensen bei der Verkörperung von Anakin Skywalker als totale Fehlbesetzung. Zudem wurde die Liebesgeschichte zwischen Anakin und Senatorin Amidala zu sehr in die Länge gezogen. Durchschnitt.

6. Episode VI — Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Platz sechs klingt zunächst sehr negativ, doch außer Episode I und Episode II gibt es keine schlechten Star Wars-Filme. Die Rückkehr der Jedi-Ritter ist sehenswert geworden, speziell die erste Hälfte im Palast von Jabba The Hut macht sehr viel Spaß. Zudem erleben wir Luke Skywalker als (fast) ausgelernten Jedi-Krieger, wie er sich auf den großen Kampf gegen Darth Vader vorbereitet.

Während des Filmes entsteht dennoch das Gefühl, dass Episode IV  “recyclet” wurde, weil der Todesstern erneut in die Geschichte integriert ist. Der letzte Akt spielt auf dem Waldmond Endor, wo die sogenannten Ewokes beheimatet sind. Diese Rasse ist der Hauptgrund, warum es bei dieser Phase der Inszenierung zu langatmigen Zügen kommt.

5. Episode III — Die Rache der Sith

Für viele war es ein epischer und nostalgischer Moment, als ganz am Ende die Verwandlung von Anakin Skywalker zu Darth Vader vollzogen wurde. Eine Szene, die dafür sorgt, dass die Prequel-Trilogie versöhnlich abschließt. Die Rache der Sith besser platziert als Episode VI? Ihr habt richtig gelesen.

Im letzten Drittel inszenierte George Lucas ein Lichtschwertduell zwischen Obi-Wan und Anakin. Eine spektakulärere Choreographie ist kaum möglich. Der generell düstere Ton gegenüber den Vorgängern und ein grandioser Ewan McGregor als Obi-Wan sorgen für weitere Glücksmomente.

4. Episode VII — Das Erwachen der Macht

Nachdem sich Disney die Rechte geangelt hat, war schnell klar, dass eine neue Trilogie kommen würde. J. J. Abrams wurde beauftragt, den ersten Film zu inszenieren. Er holte nicht nur die berühmten DarstellerInnen Mark Hamill, Harrison Ford und Carrie Fisher zurück ins Boot — mit Lawrence Kasdan ergatterte Abrams darüber hinaus den Drehbuchautor von Das Imperium schlägt zurück.

Ein kluger Schachzug, denn es ist ein Film erschienen, der sowohl neue als auch alte Fans (weitestgehend) begeistert hat. Eine perfekte Mischung aus Nostalgie-Gefühlen und einer Geschichte mit neuen HeldInnen und sympathischen SchauspielerInnen wie Daisy Ridley und John Boyega. Die beeindruckende Optik, Explosionen und Raumschiffschlachten runden das gelungene Erstlingswerk ab.


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3. Episode IV — Eine Neue Hoffnung

Bekannt geworden unter dem Titel Krieg der Sterne ebnete dieser Film 1977 die Erfolgsgeschichte von Star Wars. George Lucas stürzte sich in unbekannte Gewässer, kaum ein Studio war der Meinung, er könnte mit diesem Science-Fiction-Werk Erfolg haben. Glücklicherweise gefiel es den Leuten und es entstand ein Hype, weil man vor allem die Charaktere sofort ins Herz geschlossen hatte.

Ein Film über eine Reise eines unbekannten Bauernjungen, der durch Zufall ungeahnte Kräfte entdeckt und von einer Sekunde auf die andere in einem Krieg zwischen Gut und Böse involviert ist. Weitere Figuren wie Han Solo, Leia und die Droiden R2-D2 und C-3PO sorgen für einen perfekten Auftakt von etwas noch nie Dagewesenem. Die Geburtsstunde der Faszination Star Wars.

2. Rogue One: A Star Wars Story

Für den britischen Regisseur Gareth Edwards (Godzilla) ging ein Traum in Erfüllung. Er durfte jenen Film inszenieren, der inhaltlich direkt an seinen persönlichen Lieblingsfilm anschließt: Episode IV — Eine Neue Hoffnung. Diese Leidenschaft eines Fans und die Dynamik eines jungen Regisseurs spüren ZuschauerInnen über den gesamten Film.

Die Premiere der neu geschaffenen Anthology-Filme glänzt mit einer großartigen Optik, tollen Charakteren und einer hervorragend aufspielenden Felicity Jones als Titelheldin Jyn Erso. Für Nostalgie- und Gänsehautgefühle sorgt der Auftritt von Darth Vader und der Todesstern, der aus neuen Winkeln in Szene gesetzt wurde. Ein unter dem Strich gelungener und konsequenter Film, der perfekt an Eine Neue Hoffnung anschließt.


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1. Episode V — Das Imperium schlägt zurück

And the Winner is: Das Imperium schlägt zurück.

George Lucas hat den Regiestuhl an Irwin Kirschner weitergereicht und dieser durfte das grandiose Drehbuch von Lawrence Kasdan inszenieren. Herausgekommen ist der wohl beste Star Wars-Film aller Zeiten. Von Anfang bis zum Ende strotzt das Werk nur so vor herausragenden Ideen, Plot-Twists und eindrucksvollen Dialogen.

Es ist schwer, einen besonderen Moment herauszunehmen. Die Anfangsschlacht auf dem Eisplaneten Hoth, das geheime Jedi-Training von Luke Skywalker auf Dagobah, Darth Vader friert Han Solo in der Wolkenstadt auf Bespin in Karbonit ein — eine Highlight-Szene folgt der anderen. Nur getoppt durch den wohl überraschendsten “WTF”-Moment in der (Star Wars)-Filmgeschichte, als Vader zu Luke sagt: “Ich bin dein Vater”. Überragender geht es nicht mehr und darum ist Das Imperium schlägt zurück der beste Film im Star Wars-Universum.

Thomas auf Twitter: @plapperblog

[Foto: © ESO/Digitized Sky Survey 2. Acknowledgement: Davide De Martin/Illustration von James P. Platzer]

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