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Drei Gründe, warum ihr euch ‘Star Wars: Die letzten Jedi’ ansehen solltet

Neben epischen Schlachten und der Weiterentwicklung der Hauptcharaktere haben wir drei Gründe herausgesucht, wegen denen wir uns auf den neuesten ‘Star Wars’-Streifen besonders freuen

Drei Gründe, warum ihr euch ‘Star Wars: Die letzten Jedi’ ansehen solltet 13. Dezember 20171 Comment

Redakteur

Bevor dieses Jahr seine Pforten schließt, findet in der Film- und Kinolandschaft ein bestimmtes Ereignis statt, welches so sicher wie das Amen im Gebet ist — ein neuer Star Wars-Film erscheint. Nachdem Disney die Rechte übernommen hat, kommen Fans und KritikerInnen in den Genuss eines alljährlichen Filmes aus dem Sternenkrieg-Universum. Seit Monaten werden die Trailer rauf- und runtergeschaut, Theorien aufgestellt und Gerüchte im World Wide Web verbreitet. Begeisterte schmeißen sich in Jedi-Bademäntel, bewaffnen sich mit Lichtschwertern und befreien ihren Lego-Todesstern vom Staub.

Wenn am 14. Dezember Episode VIII — Die letzten Jedi in den hiesigen Kinos startet, bekommen wir ein Wiedersehen mit John Boyega als Fin, Daisy Ridley als Rey und die Droiden BB-8 und R2-D2 sind auch mit am Start. Wir können wieder epische Schlachten und packende Lichtschwertduelle genießen und neue Planeten und Rassen kennenlernen. Dennoch möchte kultort.at den Star Wars-Fans unter den LeserInnen drei besondere Gründe präsentieren, warum wir uns alle diesen Film ansehen sollten:

1. Rian Johnson, der Regisseur

Bevor der US-Amerikaner aus Maryland als Regisseur von Episode VIII vorgestellt wurde, kannten ihn nur sehr wenige. Genauso verblüffend war die Bestellung von Johnson, dass er sogar das Drehbuch selber schreiben durfte. Offenbar bekam er von der Produzentin Kathleen Kennedy das vollste Vertrauen. Dass dieses Vertrauen in scheinbar unendliche Höhen gestiegen ist, beweist die Meldung einer komplett neuen Trilogie mit einer noch nie dagewesenen Geschichte, die er nach Episode IX (J. J. Abrams wird hier Regie führen) inszenieren darf.

Der Name Rian Johnson — er hat unter anderem drei Episoden der Serie Breaking Bad inszeniert — ist mit einem der kreativsten und gelungensten Science-Fiction-Werke verbunden: Looper. In diesem Film verkörpern Bruce Willis und Joseph Gordon-Levitt die Hauptrollen und es geht um ein Syndikat in der Zukunft, dass unliebsame Personen per Zeitreise in die Vergangenheit schickt. Dort werden sie dann von Auftragskillern, den sogenannten “Loopern”, getötet und beseitigt. Die Inszenierung ist grandios, bietet tolle, neuartige und kreative Ideen und kann mit einem schönen, düsteren Look glänzen.

Looper ist der Beweis, dass Johnson der Richtige für Episode VIII ist. Er versteht es, eine spannende Geschichte zu erzählen, kreative Ideen perfekt umzusetzen und Charaktere zu entwickeln. Wer die Trailer gesehen hat, erahnt, was auf uns zukommt. Ein bombastischer Star Wars-Film, der vielleicht einige Hommagen an die alte Trilogie eingebaut hat, aber bestimmt einzigartig und keine Kopie von Zurück in die Zukunft wird.

In Rian Johnson we trust.

2. Mark Hamill, der letzte Jedikrieger?

Was hat Kingsman: The Secret Service mit Mark Hamill zu tun? Er wurde von Regisseur Matthew Vaughn für eine kleine Nebenrolle engagiert. Als Professor James Arnold zeigte er vor allem in den Anfangsminuten eine großartige Leistung und legte den Grundstein für ein Comeback als Schauspieler. Neben der Reaktivierung als Luke Skywalker in der neuen Trilogie hatte er darüber hinaus einen gelungenen Auftritt in der ersten Staffel der DC-Serie The Flash, wo er in zwei Folgen den Bösewicht “The Trickster” spielt. Er hat es nicht nur geschafft, aus dem Niemandsland der Schauspielerei in die Öffentlichkeit zu treten, sondern auch seinen Bekanntheitsgrad außerhalb von Star Wars zu erhöhen. Denn eines war immer klar: unter den Star Wars-Fans ist Mark Hamill eine Legende.


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Den Legendenstatus erarbeitete er sich durch seine Rolle als junger Luke Skywalker in Episode IV: Eine Neue Hoffnung, das als Beginn einer neuen Kino-Ära gilt — eine Saga über eine Reise eines Bauernjungen, der zum Helden wird. Der damals unbekannte Mark Hamill verkörperte diese Figur ausgezeichnet, reifte über die Dauer der Trilogie als Schauspieler (und Jediritter) und erlangte viele Sympathiepunkte. Neben der Schauspielerei machte er sich vor allem als Synchronsprecher einen Namen. Eine seiner besten Sprechrollen ist jene des berühmtesten und faszinierendsten Antagonisten der Comicwelt von DC: dem Joker. Er sprach ihn unter anderem im Animationsfilm The Killing Joke und in den Videospielen Batman: Arkham Asylum und Batman: Arkham City.

Wir freuen uns sehr auf Mark Hamill. Sein (Cameo)-Auftritt in Das Erwachen der Macht ließ viele Fans jubeln. Er sprach keinen Text und zeigte nur einen düsteren Gesichtsausdruck, doch diese Szene reichte aus, um vor Freude in Tränen auszubrechen. In Episode VIII wird seine Rolle ausgebaut. Dabei wird er Rey (Daisy Ridley) als Jedi ausbilden und nebenbei ein Mentor für sie sein, so wie es einst Yoda in Episode V für ihn war. Darüber hinaus wird er laut den Trailern den Millenium Falken betreten. Trotz des eigentlich deutlichen Titels Die letzten Jedi bleiben zwei Fragen offen: Ist Luke trotzdem der letzte Jedi? Und werden wir ihn wieder kämpfen sehen?

3. Abschied von Prinzessin Leia

Der 27. Dezember 2016 war für sehr viele Fans ein trauriger Tag. An diesem Datum wurde bestätigt, dass Carrie Fisher an den Folgen eines Herzstillstandes gestorben ist. Obwohl viele wussten, dass die Schauspielerin an Depressionen gelitten und auch Drogen genommen hatte, war diese Nachricht ein starker Schlag ins Gesicht. Durch die Wiederaufnahme ihrer Rolle als Leia in Das Erwachen der Macht sah sie wieder fitter aus.

Carrie Fisher übernahm im Jahre 1977 erstmals ihre legendäre Rolle als Prinzessin Leia. Eine starke Frauenfigur, selbstbewusst und dafür bestimmt, die Rebellen im Kampf gegen das Imperium anzuführen. Die Figur wird dank der hervorragenden Performance zu einer Ikone und einem Vorbild — eine Heldin für mehrere Generationen, mit der man sich identifizieren kann. So eine (oft nicht gewollte) Vorbildfunktion kann sich negativ auswirken, jedoch wird Carrie Fischer immer Prinzessin Leia sein.


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Dass die US-Amerikanerin auch andere Talente besessen hat, bewies sie als Roman- und Drehbuchautorin. Unter anderem hat sie bei Sister Act — Eine himmlische Karriere als Script-Autorin mitgearbeitet. Ihre selbstgeschriebene Autobiografie Prinzessin Leia schlägt zurück führte sie unter dem Titel Wishful Drinkings als One-Woman-Show am Broadway auf.

Genug Gründe, um uns zu freuen, dass wir Carrie Fischer in Die letzten Jedi zum letzten Mal in ihrer Paraderolle sehen. Wir werden erleben, wie sie weiterhin unermüdlich als General Leia Organa gegen die bösen Mächte kämpft und vielleicht auch, wie sie nach langen, langen Jahren auf ihren Bruder Luke trifft.

Es heißt aber auch Abschied nehmen. Von einer Figur, die vor allem wegen der Hauptdarstellerin viele Sympathien gesammelt hat. Und von einer Schauspielerin und Drehbuchautorin, die trotz ihrer privaten Probleme viele positive und schöne Momente hinterlassen hat. Es werden definitiv Tränen fließen. Tränen der Freude, dass Carrie Fisher gelebt und die Rolle als Prinzessin Leia/Senatorin Organa verkörpert hat.

Thomas auf Twitter: @plapperblog

[Foto: Gage Skidmore/Wikimedia (Mark Hamill)/CC BY-SA 3.0/Gage Skidmore/Wikimedia (Rian Johnson)/CC BY-SA 3.0/Gage Skidmore/Flickr (Carrie Fisher)/CC BY-SA 2.0/Illustration von Marcel Weld]

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