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Die zehn besten Spieler der bisherigen NBA-Saison

Die NBA-Crew von kultort.at hat gewählt, wer bis dato am meisten überzeugen konnte

Die zehn besten Spieler der bisherigen NBA-Saison 14. Dezember 20171 Comment

Chefredakteur

Die NBA-Saison ist zwar erst rund zwei Monate alt, doch knapp vor Weihnachten ist immer ein guter Zeitpunkt, um die bisherige Spielzeit ein erstes Mal Revue passieren zu lassen. Jedes der 30 Teams hat zumindest 26 Spiele absolviert, also rund ein Drittel der 82 langen Regular Season. Doch wer waren die bisher dominantesten Spieler? Wer wird in dieser Saison nicht so hoch angesehen, wie man es eigentlich erahnen würde?

Dazu haben wir alle Redakteure, die zumindest einen NBA-Artikel auf kultort.at veröffentlicht haben, nach den zehn Spielern befragt, die sie bisher am meisten überzeugen konnten. Die Antworten wurde mit Hilfe eines Punktesystems ausgewertet. Über längere Strecken verletzte Spieler, wie Kawhi Leonard oder Isaiah Thomas, wurden für dieses Ranking nicht berücksichtigt. Hier sind sie also, die zehn besten Spieler der bisherigen NBA-Saison.

Honorable Mentions:

  • Victor Oladipo (Indiana)
  • Anthony Davis (New Orleans)
  • Ben Simmons (Philadelphia)
  • Al Horford (Boston)
  • LaMarcus Aldridge (San Antonio)
  • Karl-Anthony Towns (Minnesota)
  • Devin Booker (Phoenix)

10. Russell Westbrook (Oklahoma City)

Screenshot via espn.com

Der letztjährige MVP und die neu formierten Thunder sind in dieser Saison noch nicht ganz in die Gänge gekommen. Von 27 Spielen konnte OKC nur 13 gewinnen, derzeit befindet man sich in der Western Conference auf dem enttäuschenden achten Platz. Doch rein statistisch gesehen ist Russell Westbrook erneut einer der beeindruckendsten Stars in der gesamten Liga. Mit neun Triple Doubles hat er auch in dieser Saison wieder die mit Abstand meisten — an zweiter Stelle sind LeBron James und Ben Simmons mit jeweils drei. Zudem führt der Point Guard in der Assist-Wertung. Alleine an Russ liegt es also nicht, dass die Thunder noch nicht ihr wahres Potenzial ausschöpfen konnten.

Den achten Platz teilen sich zwei Spieler: 

8. Kristaps Porzingis (New York)

Screenshot via espn.com

Vor der Saison trauten die BuchmacherInnen in Las Vegas den Knicks nur rund 30 Siege zu, nach 27 Spielen hält New York aber bereits bei 14 — die Playoffs könnten durchaus erreicht werden. Hauptgrund für den überraschenden Erfolg ist Kristaps Porzingis. Der Lette erzielt durchschnittlich beinahe acht Punkte mehr als in der letzten Saison, zudem gelingen ihm ligaweit die zweitmeisten Blocks pro Spiel. Dank Porzingis (und dem Abgang von Carmelo Anthony) herrscht in New York wieder Hoffnung für den Beginn einer neuen, erfolgreichen Ära. Bereits jetzt ist der 22-Jährige der beliebteste Knickerbocker seit Jeremy Lin 2012.

8. Damian Lillard (Portland)

Screenshot via espn.com

Damian Lillard aka Dame Dollar ist nicht nur ein sehr guter Rapper, sondern einer der besten Offensivspieler in der NBA. Gemeinsam mit Stephen Curry befindet sich der Guard derzeit auf dem vierten Platz in der Scoring-Wertung. Die Wurfquoten des gebürtigen Kaliforniers befinden sich (bis auf die Freiwurf-Quote) zwar leicht unter seinem Karriereschnitt, doch darf die Tatsache nicht ignoriert werden, dass die Portland Trail Blazers eine der bisher größten Überraschungen sind. Speziell nachdem Lillard letztes Jahr nicht in das All-Star-Team nominiert worden war, ist die Aktie des 27-Jährigen heuer wieder heißer geworden.

7. Kevin Durant (Golden State)

Screenshot via espn.com

Der amtierende Finals-MVP wurde vor Saisonstart als großer Favorit auf den diesjährigen Regular-Season-MVP angesehen. Besonders aufgrund der Topform von Teamkollege Curry wird Durant aber in dieser Diskussion etwas außen vor gelassen. Doch vor einer Woche hat sich Curry seinen Knöchel verletzt und fällt für ein paar Wochen aus. Nun wird interessant zu sehen sein, ob es KD gelingt, ohne seinen Co-Star sogar noch ein höheres Level zu erreichen. Ein Schnitt von 32 Punkte seit der Curry-Verletzung sind ein gutes Indiz dafür. Außerdem hat sich der 29-Jährige zu einem der besten Verteidiger entwickelt — verzeichnet das erste Mal in seiner Karriere mehr als zwei Blocks pro Spiel (Platz 3). Darum ist der achtmalige All Star weiterhin einer der sieben besten Spieler in der gesamten NBA — Tendenz steigend.

6. DeMarcus Cousins (New Orleans)

Screenshot via espn.com

Die bisherige Saisonleistung von Boogie Cousins ist wirklich großartig, da ist sich die Sportredaktion von kultort.at einig. Während Anthony Davis, der zweite Superstar in New Orleans, immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hat, ist Cousins die einzig wahre Konstante, welche die Pelicans momentan auf einem komfortablen Playoff-Platz hält. Seine Effective Field Goal Percentage ist um ganze 5 % höher als sein Karriereschnitt, obwohl der 2,11 Meter große Center 6,5 Dreipunktewürfe pro Spiel versucht. Kann der exzentrische Big Man dieses Niveau beibehalten, ist er ein starker Kandidat auf das All-NBA-First-Team.

5. Stephen Curry (Golden State)

Screenshot via espn.com

Die aktuelle Verletzung von Stephen Curry wurde bereits erwähnt, trotzdem darf nicht ignoriert werden, was der zweimalige MVP wieder eine hervorragende Saison spielt. So hat der Guard (abgesehen von dem gerade erst wieder gesunden Chris Paul) das beste Offensive Rating der gesamten Liga. Vergleicht man seine Statistiken mit denen aus dem Vorjahr, sieht man bei fast allen Kategorien eine leichte Steigerung — was aus dem immer besser werdenden Zusammenspiel mit Durant resultiert. Hoffentlich ist Curry bald wieder zu hundert Prozent fit, dann könnte er mit einem starken Run noch ein Wort bei der MVP-Debatte mitreden.

4. Kyrie Irving (Boston)

Screenshot via espn.com

Es ist wahrlich beeindruckend, wie gut Boston die grausame Verletzung von Gordon Hayward wegstecken konnte. So hat man nach rund einem Saisondrittel den besten Record (23 Siege, sechs Niederlagen) in der Eastern Conference. Großen Anteil hat selbstverständlich die Celtics-Neuverpflichtung Kyrie Irving. Lustigerweise hat der 25-Jährige zwar die exakt gleiche Usage Rate wie letztes Jahr in Cleveland, doch ist er dieses Jahr um einiges effizienter. So hat Irving ein um 2,1 Punkte besseres Player Efficiency Rating als in der vergangenen Saison.

Im Vergleich zu den meisten anderen Spielern auf dieser Liste geht es bei Kyrie aber nicht nur um Statistiken, sondern vor allem um den Einfluss, den er auf die Franchise aus Boston genommen hat. Dank Irving — sowie Al Horford und Coach Brad Stevens — sind die Celtics wieder ein Powerhouse in der Eastern Conference, das sehr gute Chancen auf den Einzug in die NBA-Finals hat.

3. Giannis Antetokounmpo (Milwaukee)

Screenshot via espn.com

Giannis ist nicht nur ein wichtiger Teil der Milwaukee Bucks — nein, Giannis ist die Milwaukee Bucks. So führt der Grieche den starken Viertplatzierten (15 Siege, elf Niederlagen) im Osten in folgenden Kategorien an: Punkte, Rebounds, Assists und Blocks. Letztes Jahr hatte Antetokounmpo noch einen Schnitt von 22,9 Punkten pro Spiel, heuer ist er mit durchschnittlich rund 30 Punkten der zweitbeste Scorer in der ganzen NBA. Diese Leistung gelingt dem “Greak Freak”, obwohl er mit 27,5 % noch immer ein katastrophaler Dreipunkteschütze ist. Wird Antetokounmpo von der Distanz noch sicherer, gibt es für den erst 23-Jährigen kein Halten mehr.

2. James Harden (Houston)

Screenshot via espn.com

James Harden spielt bis dato wie von einem andern Stern. Der Guard liegt nicht nur in der Scoring-Wertung an der Spitze, sondern ist nach Westbrook auch der zweitbeste Assistgeber. Nach der frühen Verletzung von Free-Agent-Verpflichtung Chris Paul lag die größte Last erneut auf den Schultern des Bärtigen, was die extrem hohe Usage Percentage von 35,9 widerspiegelt. Diese Leistung verhalf den Rockets zur besten Bilanz in der gesamten Liga (22 Siege, vier Niederlagen), weshalb Harden für viele Medien — wie USA Today —  der aktuell wertvollste Spieler ist. Die Sportredaktion von kultort.at sieht das jedoch anders…

1. LeBron James (Cleveland)

Screenshot via espn.com

Es ist kaum zu glauben, dass LeBron James bereits seine 15. Saison absolviert. Anstatt Jahr für Jahr etwas schwächer zu werden, gelingt es James — ähnlich wie Michael Jordan in den späten 1990er Jahren —, sein Spiel stetig zu verbessern. Was der dreimalige Champion um eine Spur an Athletik eingebüßt hat, macht er nach ein paar Adjustments in der Offseason mit den besten Wurfquoten seiner gesamten Karriere wett: 58,3 % aus dem Feld, 42,2 % vom Dreier und eine Effective Field Goal Percentage von 63,7 % sind alles Karrierebestleistungen. Gleiches gilt für seine neun Assists pro Spiel.

Die relevanteste Statistik ist aber folgende: Mit 9,2 Punkten im vierten Viertel erzielt der 32-Jährige die mit Abstand meisten Punkte im letzten Abschnitt. Nur dank James haben die verletzungsgeplagten Cavaliers den zweitbesten Record in der Eastern Conference. Ja, LeBron ist “clutch” geworden. Dass er dies nicht sei, war mehr als zehn Jahre lang der große Vorwurf an den Superstar. Also lasst uns diese besonderen Performances genießen, solange sie noch währen. Denn was wir hier zu sehen bekommen, ist wahrlich All-Time-Greatness.

Stand aller angegebenen Statistiken: 14.12.2017

Johannes auf Twitter: @Joe_Pressler

[Foto: Erik Drost/Flickr/CC BY 2.0]

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