Best of 2017 Mehr Popkultur Popkultur

Glanz und Glamour: Das Promi-Jahr 2017

Wieder einmal lieferte das vergangene Jahr ein Auf und Ab in der Welt der Stars

Glanz und Glamour: Das Promi-Jahr 2017 27. Dezember 2017Leave a comment

Die Highlights aus der Welt der Stars und Sternchen auszuwählen, ist wie eine 100-er Pralinen-Box von Lindt: Man weiß nicht, mit welchem Schmankerl man beginnen soll. Wenn wir aber in Erinnerungen schwelgen, sind es trotzdem einige prägende Ereignisse, die sich von der bunten Masse hervorheben. Wie immer gilt: Je schmutziger, desto besser … oder je dümmer, desto besser … oder je reicher, desto besser.

Überraschung!

Die oben genannten Kriterien scheint ein Mann mehr erfüllt zu haben, als sein ganzes Amerika zusammen: Donald J. Trump. Nicht umsonst ist er die meist gegoogelte Person, zumindest hierzulande. In seiner medialen Persönlichkeit versteckt sich all das, was das Gossip-Herz höherschlagen lässt: Geld, verbale Ausrutscher, Geld, Frau aus Kunststoff, perverse Anspielungen, Geld und natürlich ein Imperium, das seinen Namen trägt. Trump ist das Sinnbild der negativen Überraschungen und im Grunde ein älterer, unattraktiver, verbal schwächerer Chuck Bass. Aber: Es gibt auch andere unerwartete Geschehnisse.


MEHR: Das war 2016: Popkultur-Phänomene des Jahres, Teil 1


Eh klar, doch dass sich ausgerechnet die Academy anschüttet, hätte wohl niemand erwartet. Mit dem falschen Umschlag ausgestattet verkündeten die Hollywood-Legenden Warren Beatty und Faye Dunaway in der finalen Kategorie, dass der Musicalfilm La La Land den begehrten Preis als “Bester Film” eingesackt hätte. “Hätte”denn der tatsächliche Sieger Moonlight wurde wenig später richtiggestellt. Der Kerl, der die Umschläge damals verwechselt hat, ist übrigens jetzt Buhmann der Nation. Quasi die Los-Angeles-Version von Dominic Heinzl.

Aber dies war nicht das einzige Hoppala, welches das Jahr zu bieten hatte. Unter anderem ist Boris Becker Pleite gegangen, Daniela Katzenberger hat sich mit ihrer Schwester Jenny gestritten (ja, die hat anscheinend eine Schwester) und Heidi Klum hat ihren nächsten Lover in die Prärie gejagt. Ach ja, und dann war da ja noch was…

Pranger stehen statt Liebesglück

Unter der Hashtag-Bewegung #MeToo, die von Charmed-Star Alyssa Milano in die Wege geleitet wurde, wurde ein medialer Aufschrei entzündet. Zuerst erwischte es Medienmogul Harvey Silberstein. Dann wurden die sexuellen Übergriffe von Kevin Spacey, der sich nebenbei als homosexuell outete, entlarvt. Es folgten Bush Senior, Louis C.K, Brett Ratner, Dustin Hoffmann, Roman Polanski, Bill Cosby und Woody Allen.

Nicht zu vergessen sei eine weitere Größe: Peter Pilz. Aber das Schema sieht weitgehend gleich aus: Erfolgreiche ältere Herren mit Hang zur Sexualität und mit diesem leicht perversen Blick, wenn eine junge Praktikantin in den Lift einsteigt.

Nicht alle stehen unter Beschuss. Also vielleicht nicht unter dem Beschuss sexueller Vorwürfe. Bestimmt jedoch im Schussfeld gieriger Paparazzi. Die Kardashians, weil sie immer noch nichts machen, außer ihr Geld aus der Limousine zu schleudern wie der Nikolaus die Erdnuss-Sackerl am Krampuslauf. DJ Ötzi, weil er keine Haube mehr trägt. Und wie auch jedes Jahr seit der hundertsten Staffel DSDS Pietro und Sarah Lombardi, die jetzt bekanntlich auch getrennt sind. “Hauptsache Alessio geht’s gut”, wurde wenig später von der medialen Öffentlichkeit zum Leitspruch auserkoren und bei jeder Möglichkeit vorgetragen. Zum Leidwesen aller, die lange nicht einmal wussten, um wen es sich bei Alessio handelt.

Österreich liebt Brezina, hasst Arnautovic

Viel wichtiger sind aber eh die Stars des eigenen Landes. Immerhin verkörpern sie den Stolz der Nation. So wie etwa Marcel Hirscher oder David Alaba, den wir bekanntlich mehr loben als Nordkorea seine eigenen Nuklearwaffen. Doch halt! Einen haben wir total vergessen. Der beliebteste Österreicher 2017 war…

…Thomas Brezina! Neuerdings übrigens mit Hündchen ausgestattet hat der Kinderbuchautor den alten Spirit wieder hochleben lassen und ist über seine liebenswürdige Art zum medialen Rockstar transformiert.

Im Gegenzug dessen wurde “CR7”-Wannabe Marko Arnautovic zum Hasssymbol auserkoren. Seine mediale Performance sowie die Berichterstattung dessen stieß bei den ÖsterreicherInnenn meist auf Widerwillen. Naja gut, den besten Eindruck macht der Bursche ja tatsächlich nicht.

Royale Vermählungen

Ein besonders aufwendig zelebriertes Ereignis war die außergewöhnliche Vermählung von Prince Harry (Sohn von Prince Charles und Lady Diana) und Meghan Markle. Die Verlobung hat die mediale Klatschpresse mehr beschäftigt, als den Sender Sport1 die Fußball-Europameisterschaft des letzten Jahres. Gerade wenn es um royale Königshäuser geht, wird der permanente Druck der Öffentlichkeit auf das Privatleben dieser Menschen bewusst. Geile Schlösser? Ja. Dauernd in die Kamera lachen zu müssen und sich verhalten, als wäre es der erste Arbeitstag im Parlament? Nein, danke.


MEHR: Das war 2016: Popkultur-Phänomene des Jahres, Teil 2


Abschiednehmen

Auch wenn man in einem Jahr auf sehr viele lustige, schöne und aufregende Momente zurückblicken kann, gibt es auch leider immer menschliche Verluste, die einen treffen. Jeder Verlust ist ein Übel und wir wollen eigentlich gar keine Aufzählung dessen machen. Nichtsdestotrotz eine sehr knappe Auswahl an Prominenten, die wir dieses Jahr verloren haben: Chester Bennington, Chris Cornell, Fats Domino, Hugh Hefner, Jerry Lewis, Prodigy, Helmut Kohl, Roger Moore.

Nach alledem freuen wir uns wieder auf ein ereignisreiches Jahr mit all seinen Höhen und Tiefen. Auch wenn wir viele Stars für ihre Banalitäten verachten, bleiben wir an ihren Geschichten hängen wie Kleinkinder an den Fabeln eines Märchenerzählers.

Johannes auf Twitter: @joschi_mayer

[Foto: © Tom Storyteller GmbH (Brezina)/Eva Rinaldi/Flickr (Kardashian)/CC BY-SA 2.0/Tom Sorensen/Flickr (Milano)/CC BY-SA 2.0/Illustration von James P. Platzer]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.