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Damian Lillard nimmt es mit den Golden State Warriors auf

Elf Siege in Folge — Damian Lillard und die Portland Trail Blazers entwickeln sich zum Angstgegner der Golden State Warriors

Damian Lillard nimmt es mit den Golden State Warriors auf 16. März 2018Leave a comment

Redakteur

Was haben Larry Bird, LeBron James und Stephen Curry gemeinsam? Sechs Jahre nachdem sie im NBA-Draft gezogen wurden, hatten sie ihren endgültigen Durchbruch und gewannen ihre jeweils erste MVP-Trophäe. Dieses Jahr markiert Jahr sechs für Damian Lillard und obwohl ihm diese Ehre wohl nicht wiederfahren wird, hat der Point Guard der Portland Trail Blazers seinen Status als Superstar in der Liga gefestigt und weiter ausgebaut.


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Der dreimalige All-Star zwingt ExpertInnen mit seinem Spiel dazu, ihn in einem Atemzug mit Curry oder James Harden als besten Point Guard der Liga zu nennen. Die Trail Blazers sind seit dem 14. Februar ungeschlagen und gewannen seitdem elf Spiele in Folge. In diesem Zeitraum legt Lillard 31,7 Punkte pro Spiel auf, mit einer True-Shooting-Quote von 62,2 %, via NBA Stats. “Rip City” meldet Anspruch an, erster Verfolger von Houston und Golden State im Westen zu sein.

Brutale Effizienz statt leeren Zahlen

Portlands Spiel steht und fällt mit Damian Lillard. Sitzt der Superstar auf der Bank, sind die Blazers 6,4 Punkte schlechter. Auch wenn die traditionellen Statistiken wie Punkte, Assists und Rebounds bei ihm zum Vorjahr kaum verändert sind, besticht der Weber-State-Absolvent durch erhöhte Effizienz. 44,5 % seiner Feldwürfe und 90,9 % seiner Freiwürfe finden den Korb und sind jeweilige Karrierebestwerte. Auch seine effektive Feldwurfquote von 52,8 % ist so hoch wie nie, obwohl er ebenfalls einen Karrierehöchstwert in Dreipunkteversuchen abfeuert.

Lillards Wichtigkeit für die Blazers wird noch deutlicher, wenn man betrachtet, welche Leistungen er alleine in vierten Vierteln abruft. Während Portlands Siegesserie ist Lillard der drittbeste Scorer der Liga im Abschlussviertel bei 7,9 Punkten pro Spiel mit Wurfquoten von 45,6 % vom Feld, 48,1 % von der Dreierlinie und 91,7 % bei Freiwürfen. All das führt dazu, dass Portland pro Spiel im letzten Viertel 6,1 Punkte mehr holt als der Gegner, via NBA Stats. Zum Vergleich hat das zweitbeste Team in dieser Statistik, die Toronto Raptors, einen Wert von +4,6.


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Umbau statt Neuaufbau in Portland

Im letzten Sommer, als viele Teams ihren Kader umkrempelten, hielten die Blazers an ihrem Kern aus C.J. McCollum und Damian Lillard fest. Mehrfach wurden Zweifel an der Sinnhaftigkeit zweier so ähnlich spielender Guards laut. Doch das Management der Trail Blazers hat beide mit langfristigen Verträgen bis 2021 ausgestattet und dazu ein solides Gerüst um das Duo herum aufgebaut.

Mit Evan Turner, Al-Farouq Aminu, Ed Davis und Maurice Harkless wurde eine Gruppe solider NBA-Veteranen aufgebaut, die mit jungen Rollenspielern wie Shabazz Napier, Pat Connaughton, Zach Collins und allen voran Jusuf Nurkic verstärkt wurde. Statt alternde Stars, wie LaMarcus Aldridge, Nicolas Batum und Wesley Matthews, mit teuren Verträgen auszustatten, haben die Blazers nun einen vielversprechenden jungen Kader.

Golden States größte Gefahr?

Mit 42 Siegen haben die Trail Blazers schon nach 68 Spielen einen mehr, als in der gesamten letzten Saison, die mit einem Erstrundenaus gegen die Golden State Warriors endete. Ohne den damals verletzten Jusuf Nurkic gab es in vier Spielen vier Niederlagen. Doch dieses Jahr konnte Portland die Warriors bereits zweimal schlagen und die Serie in der regulären Saison für sich entscheiden. Die beiden Siege (123:117 und 125:108) im heimischen Moda Center zeigen, dass kein Team zu groß ist für die Blazers. Sie haben das Rezept, um den Champion zu stürzen.


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Die Trail Blazers sind ein Top-Fünf-Team am defensiven Rebound und können auf diese Weise Golden States Gegenstöße unterbinden. Dazu werden Curry und Klay Thompson durchgängig von Lillard und McCollum beschäftigt, Al-Farouq Aminu und Maurice Harkless konzentrieren sich auf das Verteidigen von Kevin Durant und Jusuf Nurkic stellt die Warriors in der Zone vor Probleme. Sollten die Blazers es tatsächlich schaffen, Golden State viermal in einer Serie zu schlagen, wäre der Weg für das erste Western-Conference-Finale in Oregon seit 2000 frei.

Und auch wenn es nicht reichen sollte, ist Portland für die Zukunft exzellent aufgestellt. Damian Lillard ist und bleibt dabei der Schlüssel zum Erfolg. Mit 27 Jahren sollte er noch viele produktive Jahre vor sich haben und gemeinsam mit C.J. McCollum ein Garant für Erfolg in Portland sein.

Stand aller angegebenen Statistiken: 16. März 2018

Jan auf Twitter: @JanOnOne

[Foto: frenchieinportland/Wikimedia/CC BY-SA 4.0]

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