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Die Kultort NBA-Awards 2017/18

Nach 82 Spielen der regulären Saison ist es Zeit, die Besten der Besten zu ehren

Die Kultort NBA-Awards 2017/18 13. April 2018Leave a comment

Redakteur

Die NBA verteilt zum Ende der Saison jedes Jahr Awards in einer Vielzahl von Kategorien. Auch wenn die Sieger mit Ende der regulären Spielzeit schon feststehen, werden die Preise erst nach den NBA-Finals verliehen. Doch sechs unserer NBA-Experten von kultort.at haben sich zusammengeschlossen, um jetzt schon die sechs wichtigsten Awards zu vergeben:

Most Valuable Player: James Harden (Houston)

Screenshot via espn.com

Während im Laufe der Saison immer wieder Kandidaten versuchten, Harden den Rang als MVP-Favorit abzulaufen, konnte keiner die Konstanz des 28-Jährigen an den Tag legen. Harden hat das optimale Paket eines modernen NBA-Guards. Sein Ballhandling und seine Fähigkeiten als Ballverteiler alleine würden ihn zu einem Top-Point-Guard machen, doch sein Können als Scorer macht ihn zum besten Spieler der Saison.


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Harden fühlt sich in der Zone ebenso wohl wie an der Dreierlinie. “The Beard” ist der erste Spieler in der NBA-Geschichte, der durchschnittlich mehr als 10 Freiwurf- und Dreierversuche pro Spiel hat, via Basketball Reference. Auch wenn er wohl nie sein defensives Potenzial erreichen wird, hilft seine Größe, ihn auch gegen größere Flügelspieler spielen zu lassen.

Die Rockets haben mit 65 Siegen ligaweit die beste Saison gespielt — und ihr mit Abstand bester Spieler ist James Harden. Der Guard, der 2012 aus Oklahoma City kam, wird dieses Jahr nach zwei zweiten Plätzen in den Jahren 2015 und 2017 seine erste MVP-Trophäe in die Vitrine stellen können.

Vor der Saison stand in Frage, ob die Rockets es schaffen, die balldominanten Harden und Chris Paul gemeinsam spielen zu lassen. Doch Mike D’Antonis System und nicht zuletzt die individuelle Klasse beider Spieler machte die Saison 2017/18 zu der erfolgreichsten in der Geschichte der Rockets.

Defensive Player of the Year: Rudy Gobert (Utah)

Screenshot via espn.com

Wenn es zu den Awards am Ende der Saison kommt, wird oft auch in Betracht gezogen, wie viele Spiele ein Spieler gespielt hat. Rudy Goberts 56 Spiele in dieser Saison liegen ziemlich genau am kritischen Punkt. Doch sein Beitrag zur Defensive der Utah Jazz überwiegt dem Mangel an Spielen. Vielleicht hilft es ihm sogar, da es dem Beobachter ermöglicht, den Unterschied der Jazz mit und ohne ihren Center zu erkennen.

Als Rudy Gobert am 19. Jänner dieses Jahres von seiner zweiten Knieverletzung der Saison zurückkehrte, hatten die Jazz eine Bilanz von 18 Siegen und 26 Niederlagen und belegten gerade einmal den zehnten Platz in der Western Conference mit fünf Niederlagen mehr als die New Orleans Pelicans auf dem letzten Playoff-Rang. Doch seitdem der Franzose wieder auf dem Parkett steht, haben die Jazz 30 ihrer 38 Spiele gewonnen. NBA Stats zufolge ging das Defensive Rating dabei von 104,2 (Platz 14) auf einen ligaweiten Bestwert von 97,5.

Rookie of the Year: Ben Simmons (Philadelphia)

Screenshot via espn.com

Dass ein Rookie wie Donovan Mitchell sein Team mit über 20 Punkten pro Spiel anführt, passiert nicht jedes Jahr. Dass sein Team es dazu noch in die Playoffs der Western Conference schafft, ist umso bemerkenswerter. Wenn besagter Rookie allerdings mit großem Abstand auf den zweiten Platz durch seinen Konkurrenten verwiesen wird, grenzt das an Unglaubwürdigkeit. Das, was Ben Simmons in seiner ersten offiziellen Saison mit den Philadelphia 76ers abgeliefert hat, ist zum großen Teil wirklich unglaublich.

Der 2,08 m große Point Guard der 76ers hat für einen Frischling eine historische Saison in der Liga abgeliefert. Auch wenn er noch keinen verlässlichen Sprungwurf entwickelt hat, legt er 16 Punkte pro Nacht auf. Dazu steuert Simmons je acht Assists und Rebounds hinzu.

Sein hochentwickeltes Gefühl für das Spiel ist beeindruckend und lässt den Australier aussehen, wie den rechtmäßigen Nachfolger von LeBron James als dominantester Spieler in der NBA. Sollte Simmons für 15 Jahre auf diesem Niveau spielen, winkt ihm wahrscheinlich die Hall of Fame. Erschreckend ist, dass er erst am Anfang seiner Entwicklung steht.

Most Improved Player: Victor Oladipo (Indiana)

Screenshot via espn.com

Die defensive Intensität war schon immer da, das offensive Potenzial in Ansätzen zu erkennen. Doch dieses Jahr kam für Victor Oladipo alles zusammen. Die hohen Erwartungen aus Orlando waren nicht mehr spürbar. Er spielte nicht mehr die zweite Geige hinter dem balldominantesten Spieler der Ligageschichte, Russell Westbrook. Er durfte einfach nur Basketball spielen. In Indiana, wo er vor fünf Jahren zum College-Star wurde.

Dieses Jahr legte Oladipo Karrierebestwerte in Punkten, Assists, Rebounds, Feldwurf- und Dreierquote auf. Der Erfolg ist dabei weniger auf mehr Spielzeit zurückzuführen (2016/17: 33,2 Minuten pro Spiel; 2017/18: 34 Minuten pro Spiel), sondern auf das Vertrauen, dass er durch Coach Nate McMillan erhält. Aus einem zusammengewürfelten Haufen schafften es die Pacers, ein Team zu formen. Nicht zuletzt wegen Oladipos starker Entwicklung wird dieses Team ab Sonntag in der ersten Runde der Playoffs auf die Cleveland Cavaliers treffen.

Sixth Man of the Year: Lou Williams (L.A. Clippers)

Screenshot via espn.com

Bevor das Jahr 2018 begann, war Lou Williams schon der Favorit, am Ende des Jahres mit dem Award als bester Bankspieler ausgezeichnet zu werden. Er war mit 21,4 Punkten pro Spiel der zweitbeste Scorer seines Teams, obwohl er nur in sieben der 34 Spiele von Beginn an auflief. Doch danach legte er im Jänner einen unglaublichen Lauf hin.

Mit 28,2 Punkten pro Spiel im ersten Monat des Kalenderjahres hätte er beinahe sogar einen Platz im All-Star-Spiel bekommen. Danach flachte Williams Saison wieder ab, jedoch beendet er die Saison mit über 22 Punkten pro Spiel. Damit sticht er Konkurrenten wie Eric Gordon (18 PPG) oder Will Barton (15 PPG) mit Leichtigkeit aus. Seit Blake Griffin nach Detroit verschifft wurde, ist Williams der beste Spieler der Clippers und wurde dafür bereits mit einem Dreijahresvertrag für über 24 Millionen US-Dollar belohnt. Und nun mit dem Kultort NBA-Award für den Sixth Man of the Year.

Coach of the Year: Dwane Casey (Toronto)

Screenshot via basketball-refernce.com

Vor der Saison wurden die ersten Stimmen laut, dass die Toronto Raptors einen Neuanfang starten sollen. Kyle Lowry sei nicht mehr der Jüngste und DeMar DeRozan solle getradet werden, bevor er seinen Zenit überschritten hat. Doch Masai Ujiri hielt an dem Kader fest und vertraute seinem Headcoach Dwane Casey, das bestehende Team weiterzuentwickeln. Am Ende der Saison steht ein Vereinsrekord von 59 Siegen.


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Punktuelle Verstärkungen auf dem Flügel mit C.J. Miles und Rookie O.G. Anunoby rundeten den Kader ab. Casey schaffte es zusätzlich, aus ungeschliffenen Spielern wie Jakob Pöltl oder Fred VanVleet zuverlässige Rollenspieler zu formen. Daraus entstand ein ausgeglichenes Team, bei dem der Leistungsabfall in der zweiten Reihe kaum zu spüren ist. Dies wird den Raptors in den Playoffs enorm helfen, da sie in den vergangenen Jahren zu stark auf die Leistungen von Lowry und DeRozan angewiesen waren.

Jan auf Twitter: @JanOnOne

Stand aller angegebenen Statistiken: 12. April 2018

[Foto: Keith Allison/Flickr/CC SA-BY 2.0]

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