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Brauchen wir jedes Jahr einen neuen ‘Star Wars’-Film?

Wir stellen euch die großen Pläne von Disney vor und gehen der Frage nach, ob der Markt von ‘Star Wars’ schön langsam übersättigt ist

Brauchen wir jedes Jahr einen neuen ‘Star Wars’-Film? 23. Mai 20182 Comments

Redakteur

Filmuniversum und Franchise sind zwei Begriffe, die in der hiesigen Industrie gang und gäbe sind. Vor allem das zusammenhängende Marvel Cinematic Universe (MCU) sorgt seit zehn Jahren für erfolgreiche Streifen an den Kinokassen und jubelnde Gesten bei den Fans. Was das Ganze mit Star Wars zu tun hat? Seit der Übernahme im Jahre 2012 durch Disney, die um vier Milliarden US-Dollar die Rechte von George Lucas abgekauft haben, ist die Star Wars-Franchise drauf und dran, Filme als Massenware in die Kinos zu bringen.


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Nach dem Aufkauf kündigten der Disney-Konzern und Produzentin Kathleen Kennedy eine neue Trilogie sowie mehrere Ableger-Filme an. 2015 startete die Franchise mit Episode VII: Das Erwachen der Macht in eine neue Ära. Seitdem dürfen Fans und Kritiker jedes Jahr eine neuen Film bestaunen. Es folgten der Anthologie-Streifen Rogue One: A Star Wars Story (2016), Episode VIII: Die letzten Jedi (2017) und in dieser Woche bekommen wir mit Solo: A Star Wars Story ein weiteres Werk aus diesem Universum präsentiert. Jener Film beschäftigt sich mit der beliebten Figur Han Solo, dessen Weg zum Schmuggler sowie Piloten und wie er den berühmten Millenium Falken in seinen Besitz bekommt.

Disney ist bis zum heutigen Tag ein enormes Tempo gegangen. Doch dieses wird sukzessive erhöht, denn der Konzern wird in Zukunft noch mehr Geschichten rund um das beliebte Universum erzählen. Wir von kultort.at waren auf der Suche nach den Plänen des Mäusekonzerns. Darüber hinaus: Wird es nicht langsam zu viel?

Neue Trilogien

Was haben die Game of Thrones-Macher David Benioff und D.B. Weiss mit Star Wars zu tun? Die beiden Drehbuchautoren der erfolgreichen Fantasy-Serie wurden von Disney beauftragt, eine neue Trilogie zu schreiben und zu produzieren. Diese drei Filme werden fern ab von den Episoden I bis IX stattfinden, neue Geschichten erzählen und neue Figuren einführen. Ein mutiger Schritt, denn zum heutigen Zeitpunkt ist es durchaus fraglich, ob die Fans Geschichten abseits der bekannten Skywalker-Saga annehmen. Da die letzte Staffel Game of Thrones erst 2019 enden wird, müssen wir uns mit einem genauen Kinostart und Details zu dieser geplanten Trilogie noch etwas gedulden.

Ebenfalls einen neuen Dreiteiler darf der US-Amerikaner Rian Johnson entwickeln. Der Regisseur von Episode VII: Die Letzten Jedi hat einen Star Wars-Film erschaffen, der Kritiker und Fans gleichermaßen spaltet. Das wird ihm aber herzlich egal sein, denn von Kathleen Kennedy bekommt Johnson nur das größte Lob. Auch zu dieser Trilogie ist noch nichts bekannt, geschweige denn wissen wir, wann sie in den Kinos starten wird.


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Star Wars und die geplante Eroberung der Serienwelt

In der Serienlandschaft hat Star Wars bereits einige Fußabrücke hinterlassen. Die Animationsserie The Clone Wars behandelt die Klonkriege zwischen den Episoden II und III. Star Wars Rebels, ebenfalls eine animierte Serie, handelt vom Waisenjungen Ezra Bridger, der sich einer Gruppe von Freiheitskämpfern anschließt und vom Anführer im Geheimen als Jedi ausgebildet wird. Diese Serie ist zeitlich fünf Jahre vor Rogue One: A Star Wars Story angesiedelt.

Doch jetzt setzt Disney noch einen drauf und entwickelt die (angeblich langerwartete) erste Realserie im Star Wars-Universum. Unabhängig davon, ob Fans und Serieninteressierte es gut oder schlecht finden, macht dieser Schritt durchaus Sinn. Im Jahre 2019 startet Disney nämlich ihren hauseigenen Online-Streamingdienst und da soll diese Serie bereits anlaufen. Darüber hinaus wird der Konzern einige Marvel-Filme von Netflix abziehen und Werke wie Die Monster AG anbieten. Der Kampf um gute Inhalte und das perfekte Preis-Leistungs-Verhältnis ist eröffnet.

Wenn du meinem elfjährigen Ich gesagt hättest, dass ich Geschichten im Star Wars-Universum erzählen darf, hätte ich dir niemals geglaubt.

Dieses Zitat stammt von Jon Favreau. Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent ist bei Disney kein Unbekannter. Er führte beim Start des MCU bei Iron Man und Iron Man 2 Regie und verkörperte in beiden Filmen die Figur Happy Hogan. Zudem inszenierte er die Realverfilmung des berühmten Zeichentrickklassikers Das Dschungelbuch und ist als Alien Rio Durant im neuen Ableger Solo: A Star Wars Story zu hören. Wenn ein Mann der Richtige für so eine Realserie in der bekannten, weit, weit entfernten Galaxie ist, dann ist es Jon Favreau. Ich bin mir sicher, dass er etwas Großartiges erschaffen wird.

Braucht die Filmwelt so viel Star Wars?

Man darf Disney durchaus vorwerfen, dass sie bereits zum jetzigen Zeitpunkt Star Wars mehr als nur ausschlachten. Die neue Trilogie ist noch nicht einmal zu Ende, schon wurden die oben genannten Projekte präsentiert. Warum der Mäusekonzern so handelt, wird für viele Kinobesucher und auch den einen oder anderen Fan unverständlich sein. Wo bleibt der große Hype und die Vorfreude, wenn jedes Jahr ein neues Werk herauskommt?


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Schaut man sich aber die Gewinne und die Zahlen an, welche die Filme einnehmen, dann bekommt man ein klareres Bild. Es gibt kaum Werke, die laut boxofficemojo.com weniger als eine Milliarde US-Dollar eingespielt haben. Egal, ob die MCU-Streifen, die Disney-Realverfilmungen oder eben die Star Wars-Filme. Episode VII: Das Erwachen Der Macht spielte sogar über zwei Milliarden US-Dollar ein. Bei einem Produktionsbudget von 245 Millionen ist das eine beachtliche Summe und ein Hauptgrund, warum Disney die sprichwörtliche Kuh melkt und die Kinowelt mit vielen, neuen Geschichten versorgt.

Egal, wie negativ oder schlecht Kinobesucher und Fans es sehen, dass Disney jedes Jahr einen Film aus dem Star Wars-Universum in die Lichtspielhäuser bringt. Am Ende werden wir alle hineingehen und dafür sorgen, dass die Filme große Erfolge feiern werden. Unabhängig davon, ob wir sie brauchen oder nicht.

Thomas auf Twitter: @plapperblog

[Foto: © Disney Content]

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