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Joschi schaut WM: Flugübungen und Einwurf-Blödeleien

Die Kuriositäten und Hoppalas haben auch den zweiten Spieltag nicht verschont

Joschi schaut WM: Flugübungen und Einwurf-Blödeleien 26. Juni 20181 Comment

Mit einer Fußball-Weltmeisterschaft verbindet man vorerst eines: Fußball. Dies ist aber ein Trugschluss. Viel mehr offenbart der beliebteste Sport der Welt. In dieser Kolumne zeigen wir euch, welche Kuriositäten der zweite Spieltag hervorgebracht hat und wie die Öffentlichkeit damit umgegangen ist.

Kein Einwurf aus keinem Lehrbuch

Es schien, als wären die Russen im Heimatland so richtig auf Touren gekommen. Als hätten die Spione von Putin am zweiten Spieltag den “Pharaonen” Wodka ins Wasser gemischt. Mit einer Trefferbilanz von 8:1 überraschten die Gastgeber auf allen Ebenen. Mittlerweile wissen wir, dass der Lauf der Russen vorerst beendet wurde. Obwohl bis dato das Sturmduo Cavani und Suarez von Uruguay als Kombi genauso enttäuschend wie Ananas und Schinken auf einer Pizza Hawaii waren.

Heimfahren heißt es für die Saudis und die Ägypter. Angeblich hatten sich die beiden Fußballverbände für das letzte Gruppenspiel ursprünglich auf ein Unentschieden geeinigt und saßen in Gedanken bereits im Urlaubsflieger Richtung Jesolo. Die FIFA genehmigte dies leider auch nach Zusatzzahlungen nicht, so sorgten die Araber für einen absoluten Achtungserfolg.


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Unspektakulär ging es noch vor dem letzten Spieltag in Gruppe B zu. Nicht nur, dass beide Partien mit einem mageren 1:0 für die Favoriten Portugal und Spanien endeten — es waren sogar die selben Torschützen wie in Spieltag 1 unterwegs. Diego Costa stolperte mehr ins Tor, als er es wirklich aktiv erzielte, und “CR7” nutzte seinen Iron-Man-Körper nur in den ersten zehn Minuten des Spiels. Gerüchten zufolge hat er Akku-Probleme. Selbige hatten Ronaldo gehindert, dass EM-Finale 2016 fertig zu spielen.

Ein besonderes Augenschmankerl bereiteten uns die Iraner, nachdem Verteidiger Milad Mohammadi eine eindrucksvolle Rolle vor einem Einwurf versuchte. Wieso auch nicht, der Iran hatte ja überhaupt keinen Stress ein Tor zu erzielen, trotz Rückstands. Mit dem Achtelfinale wurde es so nichts, aber vielleicht kommt Mohammadi damit bei der Großen Chance in die nächste Runde.

Brennheiße Kroaten

Auch Gruppe C blieb ihrem Ruf gerecht und sorgte für wenig Überraschungen. Die Australier trafen in beiden Spielen nur vom Elferpunkt. Yussuf Poulsen ist es in der Regel, der diese auf Seiten der Dänen verursacht. Deswegen spielt er wahrscheinlich im Sturm — noch besser wäre allerdings die Handball-Abteilung des “Danish Dynamite”. Die Franzosen mühten sich wenig später zu einem 1:0. “Les Bleus” machen bis jetzt so einen lustlosen Auftritt wie Marcel Koller und Thomas Janeschitz im ORF-Studio.

Eine weitere Überraschung lieferte uns der Sieg des Underdogs gegen den Titelanwärter in Gruppe D. Island, mit Superstar Alfred Finnbogason, verlor gegen tapfere Nigerianer 0:2. Damit sind die Wikinger tatsächlich gefährdet, vorzeitig das Turnier zu verlassen. Erwartungsgemäß schlecht präsentierte sich die argentinische Auswahl. Natürlich muss erwähnt werden, dass die Kroaten eine unglaubliche Leistung boten. Diese sind seit dem Abgang von Stürmer Kalinic angeblich noch motivierter, da Sturmkonkurrent Mandzukic Gerüchten zu Folge zur Feier des Tages eine Party mit Cevapcici-Grillerei und Karlovačko-Fässchen gab.

Last-Minute-Frechheiten

Ein Trend bei dieser Weltmeisterschaft hält sich hartnäckiger als Richard Lugner bei der Weibchen-Suche: die Last-Minute-Tore. Damit verbunden sind aber auch Last-Minute-Frechheiten, wie es zum Beispiel die Schweizer vormachten, nachdem sie den Reichsadler mit ihren Armen mimten. Voll verständlich, dass die Neonazi-Szene sich davon betroffen zeigt. Beinahe genauso für Aufreger sorgte Publikumsmagnet Neymar. Nicht nur, weil er fällt wie ein Poster, das man mit Patafix an der Wand befestigt hat, sondern auch, weil der Stürmer herumzickt wie alle Teilnehmerinnen der letzten Staffel von Germany’s Next Topmodel zusammen.


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Apropos Germany: Die Deutschen sorgten ebenso für einen Last-Minute-Kracher, nachdem Toni Kroos wieder eingefallen ist, dass er für Real Madrid und nicht für Admira Wacker Mödling kickt. Glück für “Die Mannschaft”, denn Löw wollte beinahe den enttäuschenden Starspieler durch Sturmtank A. Merkel ersetzen, wie das folgende Bild beweist. Die Mexikaner hingegen müssen gar nichts mehr beweisen. Sie siegten 2:1 gegen die Südkoreaner, die mit Trainer Fake-Jogi schon den Flieger buchten.

“Schneckerl” verschluckt sich

Die letzten beiden Gruppen dieser Weltmeisterschaft sind ungelogen die besten. England, angeführt von Harry Kane, der zuletzt angeblich einen Heiratsantrag der Queen ausschlug, zerbombte Panama nach Maß und Ziel. Die Panamaer, von Herbert Prohaska auch liebevoll als Panamesen bezeichnet, waren indes froh, überhaupt ein Tor geschossen zu haben. Ebenso konsequent zeigen sich die Belgier und siegten mit einem ungefährdeten 5:2 gegen Tunesien. Dem Wettanbieter Tipico zufolge ist ein wahrscheinliches Ergebnis im letzten Gruppenspiel zwischen England und Belgien ein staubiges 6:6.


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Einen Schreckensmoment hatten wir wohl alle, als Herbert “Schneckerl” Prohaska im ORF-Studio mehrmals lauthals husten musste. Gott sei Dank klopfte Berni Stöhr der lebenden Legende ein paar Mal ordentlich auf den Rücken. Später kritisierte Prohaska den Service des ORF, war doch angeblich Wasser in seinem Weißwein-Glas und Stöhr sehr unsanft.

Unsanft wird es nun auch für die Polen, die mit null Punkten nach zwei Spielen ausgeschieden sind. Einen spannenden Dreikampf leisten sich weiterhin Senegal, Japan und Kolumbien. Aber egal, wer im Endeffekt von den Dreien den Kürzesten zieht — wir werden uns im nächsten Rückblick darüber lustig machen.

Johannes auf Twitter: @joschi_mayer

[Foto: Screenshot via YouTube: “Serbia v Switzerland – 2018 FIFA World Cup Russia™ – Match 26” von FIFATV]

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