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NBA-Superstar LeBron James wechselt zu den L.A. Lakers

Die Los Angeles Lakers sichern sich die Dienste von LeBron James und werden damit über Nacht zu einem Titelkandidaten

NBA-Superstar LeBron James wechselt zu den L.A. Lakers 2. Juli 20181 Comment

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Weniger als 24 Stunden nach Beginn der Free Agency beendet LeBron James alle Spekulationen um seine Person und schließt sich dem 16-maligen Meister aus Los Angeles an. Welche Folgen diese Free-Agent-Verpflichtung hat, haben wir uns genauer angesehen:

Der Deal

LeBron James erhält von den Los Angeles Lakers einen Vierjahresvertrag mit einem Gesamtwert von 154 Millionen US-Dollar. Nach dem dritten Jahr hat James die Option, das vierte Vertragsjahr zu wählen oder aus dem Deal auszusteigen.

Was bedeutet das für die Lakers?

Lange schien der Wechsel von LeBron James zu den Lakers nur ein Gerücht ohne viel Substanz zu sein. Spätestens seit der deutlichen Finalniederlage der Cleveland Cavaliers wurde der Abgang des viermalige MVPs allerdings erwartet. Die Lakers bekommen mit dem 33-jährigen Forward den dominantesten Spieler dieses Jahrtausends. James geht in seine 16. Saison und zeigt keinerlei Alterserscheinungen. Mit dem Superstar können die Lakers wieder nach Titeln greifen.

Dank des langfristigen Deals, der James für mindesetens drei Jahre an die Lakers bindet, hat das Management um Rob Pelinka und Magic Johson Planungsicherheit. Die Cleveland Cavaliers operierten ständig unter dem Druck, ihren Franchise-Player am Ende der Saison zu verlieren.

L.A. hat nun zwei Jahre Zeit, ein Team um James aufzubauen, das titelreif ist. In der Saison 2018/19 werden die Golden State Warriors noch klare Favoriten sein, mit den Houston Rockets an zweiter Stelle in der Rangordnung. Doch aufgrund der auslaufenden Verträge von Klay Thompson und Draymond Green sowie einem alternden Chris Paul kann das Ende dieser Dominanz schneller kommen, als erwartet.

Diese Sicherheit bezüglich des Team-Buildings bringt die Lakers in eine bessere Position in den Verhandlungen um einen potenziellen Trade von Kawhi Leonard. Vor ein paar Tagen hieß es noch, James unterschreibe nur nach einer Verpflichtung des Spurs-Stars. Durch das frühe Bekenntnis des “Königs” hat Los Angeles wieder beträchtlich an Verhandlungsmacht gewonnen. Die Spurs stehen jetzt vor der Entscheidung, ein geringeres Angebot anzunehmen oder zu riskieren, Leonard im kommenden Sommer ohne Gegenwert ziehen zu lassen.

Was bedeutet das für die Cavaliers?

In Cleveland mussten sich die Verantwortlichen schon seit einigen Wochen auf den Abgang einstellen. Zwar betonte ein Team-Offizieller letzte Woche noch, James zu halten sei Plan A, B und C, doch Experten räumten den Cavs nur noch Außenseiterchancen ein.

Monate mangelhafter Entscheidungen liegen hinter den Cavaliers, beginnend mit dem Trade von Kyrie Irving zu den Boston Celtics. Aus diesem Deal ist lediglich Rookie Collin Sexton von Wert, sollte der Rebuild in Ohio ab sofort beginnen.

Die Cavaliers statteten Kevin Love, Tristan Thompson und J.R. Smith mit voluminösen Verträgen aus, die eine schnelle Regeneration nahezu unmöglich machen. Während es für Love noch einen Markt geben sollte, müssten Teams wohl noch zusätzliche Anreize erhalten, um Verträge von Smith, Thompson oder George Hill aufzunehmen. Es liegt nun an Manager Koby Altman, die Situation richtig einzuschätzen und die notwendigen Schritte einzuleiten.

Ein Versuch, mit Kevin Love und einem Neuzugang für ein paar Jahre von Bedeutung zu bleiben, ist nicht ausgeschlossen. Die Relevanz, die die Organisation mit LeBron James besaß, ist jedoch kaum wiederherstellbar. Zusätzlich hat die Eastern Conference mit Boston, Philadelphia und Milwaukee drei aufstrebende Teams. Am besten beraten ist Cleveland mit einem kompletten Neuaufbau im Stile der 76ers.

Die Zeit nach LeBron James wird grau und traurig. Doch die Championship, die der “King” in seine Heimat gebracht hat, wird für immer in Erinnerung bleiben.

Jan auf Twitter: @JanOnOne

[Foto: Erik Drost/Flickr/CC BY 2.0]

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